Tesla-Werk Grünheide: Laut Ministerium drei Tanks ohne Genehmigung errichtet

Das brandenburgische Umweltministerium bestätigt den Verdacht, Tesla habe auf seiner Baustelle in Grünheide bei Berlin drei Tanks ohne Genehmigung gebaut.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 217 Beiträge

Tesla-Baustelle in Grünheide

(Bild: @gigafactory_4)

Von
  • dpa

Tesla Motors hat auf der Baustelle seiner Fabrik in Grünheide bei Berlin drei Tanks ohne Genehmigung errichtet. Das sagte Sebastian Arnold, Sprecher des brandenburgischen Umweltministeriums heute der Deutschen Presse-Agentur.

Die Baustelle der ersten E-Auto-Fabrik von Tesla in Europa ist weit fortgeschritten, obwohl die Entscheidung über die abschließende umweltrechtliche Genehmigung durch das Land Brandenburg aussteht. Ursprünglich wollte Tesla im Juli dieses Jahres die Produktion aufnehmen und plant dies nun für Ende 2021. Die Entscheidung verzögert sich, weil das Unternehmen seinen Antrag für die Autofabrik unter anderem um den für eine Batteriefabrik erweitert hat. Tesla baut aber über mehrere vorzeitige Zulassungen für einzelne Schritte.

Das Landesamt für Umwelt (LfU) hat bei der Überprüfung vor Ort festgestellt, "dass mehrere Tanks vom Vorhabenträger errichtet wurden, obwohl es dafür keine Genehmigung gibt", erklärte der Ministeriumssprecher. "Das LfU bereitet deshalb ein Bußgeldverfahren vor. Eine Inbetriebnahme der Tanks ist unzulässig. Das LfU prüft außerdem, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind."

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass das Landesamt den Verdacht eines Schwarzbaus auf dem Gelände prüft, der von den Umweltverbänden Grüne Liga und dem Naturschutzbund in Brandenburg gekommen war.

(fpi)