Tesla baut bis zu 3,5 Prozent seiner Arbeitsplätze ab

Tesla-Gründer und -Chef Elon Musk hat sich in einem Interview zu Plänen geäußert, in seinem Unternehmen Stellen abzubauen.

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Elon Musk war dem Qatar Economic Forum zugeschaltet. Bloomberg-Chefredakteur John Micklethwait befragte ihn.

(Bild: QEF auf Youtube)

Von
  • Andreas Wilkens

Der Elektroauto-Hersteller Tesla will in den kommenden Monaten 3 bis 3,5 Prozent seiner Arbeitsplätze abbauen. Das stellte Firmenchef Elon Musk am Dienstag nach widersprüchlichen Berichten klar. In den vergangenen Wochen war durch Berichterstattung über eine geleakte E-Mail Musks zunächst der Eindruck entstanden, er wolle unter Verweis auf die schwache Konjunktur zehn Prozent der gesamten Tesla-Belegschaft kürzen.

Unter den Angestellten solle dabei etwa jeder zehnte Job wegfallen, die Zahl der Fabrikarbeiter werde dagegen auf lange Sicht wachsen. Zu Jahresbeginn hatte das Unternehmen knapp 100.000 Beschäftigte. Tesla habe zum Teil zu schnell Angestellten-Arbeitsplätze aufgebaut, sagte Musk in einem Interview auf der Konferenz Qatar Economic Forum.

Musk bekräftigte in dem Interview, dass er mit einer Rezession in den USA in nächster Zeit rechne. Die Nachfrage nach Elektroautos seines Unternehmens sei kräftig, die Warteschlange lang, nun komme es darauf an, mit den Widernissen in den Lieferketten umzugehen und die Produktionskapazitäten auszubauen.

Er stimme nicht mit Prognosen überein, Volkswagen könne Tesla auf dem Markt für batterieelektrisch betriebene Autos überholen, sagte Musk. Auf die Frage, ob der deutsche oder chinesische Hersteller die größere Herausforderung für Tesla darstellten, mochte er sich nicht festlegen.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte Anfang Juni über eine E-Mail des Tesla-Chefs an seine Führungskräfte berichtet, in der er einen drastischen Personalabbau angekündigt haben soll. Zehn Prozent seiner Angestellten wolle Tesla entlassen. Musk soll angeordnet haben, weltweit sofort alle Neueinstellungen zu stoppen.

Mit Blick auf die Weltwirtschaft habe Musk ein "sehr schlechtes Gefühl". Angesichts der starken Inflation und der geopolitischen Situation inklusive der anhaltenden Lieferkettenprobleme erwarteten immer mehr Wirtschaftsexperten eine Rezession.

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(Bild: Tesla)

(anw)