Weiterer Tesla mit aktiviertem "Autopilot" in tödlichen Unfall verwickelt

Im US-Bundesstaat Utah kam ein Motorradfahrer zu Tode, der mit einem Tesla-Auto kollidierte. Dabei war das Tesla-Fahrassistenzsystem "Autopilot" aktiviert.

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(Bild: Department of Public Safety Utah)

Teslas Fahrassistenzsystem "Autopilot" soll erneut an einem tödlichen Straßenverkehrsunfall beteiligt sein. In der Nähe der Stadt Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah kam Ende Juli ein Motorradfahrer zu Tode, nachdem ihm ein Tesla-Auto von hinten aufgefahren war. Dabei wurde der Motorradfahrer von seiner Harley-Davidson geschleudert und tödlich verletzt. Der Tesla-Fahrer blieb unverletzt.

Der Tesla-Fahrer habe angegeben, das vor ihm fahrende Motorrad nicht gesehen zu haben, schildert die Highway Patrol in Utah. Er habe weiter angegeben, während der Fahrt das System "Autopilot" aktiviert zu haben.

Der Unfall dürfte dem Register der US-Behörde für Straßenverkehrssicherheit National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hinzugefügt worden sein, in dem die Behörde Unfälle sammelt, bei denen Fahrassistenzsysteme aktiviert waren. Bis Mitte Juni enthielt die Datensammlung 392 solcher Unfälle, an 273 davon waren Tesla-Autos beteiligt. Die NHTSA hat angesichts der Entwicklung hin zu autonomen Fahrzeugen ein besonderes Augenmerk auf Fahrassistenzsysteme wie das von Tesla.

Der Elektroautohersteller bezeichnet das Assistenzsystem in seinen Elektroautos schon länger als "Autopilot" und wird dafür regelmäßig kritisiert. Anders als der Name nahelegt, handelt es sich nur um eine Sammlung von Unterstützungssystemen, die Fahrerinnen und Fahrer jederzeit im Blick haben sollten. Die für sie irreführende Bezeichnung des Systems kritisierte zum Beispiel voriges Jahr die Chefin der US-Unfallbehörde National Transportation Safety Board (NTSB).

Tesla-Chef Elon Musk will möglichst schnell autonom fahrende Autos anbieten. Im April räumte er ein, dass die Fortschritte dorthin langsamer seien, als er erwartet hatte. Dabei forderte er die Tesla-Käufer auf, dem zurzeit laufenden Betaprogramm für "Full Self Driving" (FSD) beizutreten. Das Elektroauto kann damit zwar noch nicht selbst fahren, aber die von Tesla angebotene Kfz-Versicherung wird günstiger.

(anw)