Teslas Gigafactory in Grünheide: Anhörung geht in die Verlängerung

Eigentlich sollte die Anhörung zur geplanten Tesla-Fabrik in Grünheide nur bis zum heutigen Freitag dauern. Es gibt aber noch massiven Redebedarf.

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Teslas Baugelände nach der Rodung.

(Bild: BI Grünheide)

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  • dpa

Der Redebedarf der Kritiker der geplanten Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin ist so groß, dass eine Anhörung in der nächsten Woche weitergehen muss. Die Erörterung werde am Montag fortgesetzt, sagte die Sprecherin des Brandenburger Umweltministeriums, Frauke Zelt. Ob dann die Zeit reicht, ist allerdings offen.

Am Freitag ging es in Erkner weiter um das Wasser, einen der größten Streitpunkte. Aber auch Befangenheitsanträge gegen Versammlungsleiter Ulrich Stock gab es erneut. Sie wurden bisher zurückgewiesen.

Zu dem Termin hat das Landesumweltamt eingeladen. Die Anhörung ist notwendiger Teil des Verfahrens für die umweltrechtliche Genehmigung der E-Autofabrik, Teslas erster in Europa. Weil die Genehmigung aussteht, baut Tesla auf eigenes Risiko über einzelne vorläufige Erlaubnisse. Gegen die Fabrik waren beim Brandenburger Landesumweltamt 414 Einwände eingegangen. Am Freitag nahmen bis zu 56 Menschen an der Erörterung teil, die auch Einwände beim Land eingereicht hatten.

Mehrere Umweltverbände kritisierten nach Teilnehmerangaben fehlende Unterlagen zu zwei vorzeitigen Genehmigungen. Sie forderten deshalb, einen neuen Termin anzusetzen. Darüber wurde aber nach Angaben der Grünen Liga noch nicht abschließend entschieden.

Die Kritiker halten den geplanten Wasserverbrauch von Tesla für zu hoch und warnen vor drastischen Folgen für das Grundwasser und die Trinkwasserversorgung. Sie bemängeln außerdem, dass das Gelände in einem Wasserschutzgebiet liegt. Tesla hatte den geplanten Wasserverbrauch bereits reduziert. Der Wasserverband Strausberg-Erkner hatte grünes Licht für den Antrag zur Erschließung des Werks in der ersten Ausbaustufe gegeben.

(anw)