The State of Kubernetes 2022: Containerisierung – aber sicher doch!

Im fünften jährlichen VMware-Kubernetes-Report steht erneut das Thema Security im Fokus, speziell in Multi-Cluster- und Multi-Cloud-Umgebungen.

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The State of Kubernetes 2022: Containerisierung – aber sicher doch!
Von
  • Matthias Parbel
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Für das Verwalten und Orchestrieren von Containern hat sich Kubernetes zu einem allgegenwärtigen Standard entwickelt – das untermauern auch die Erkenntnisse aus dem neuen Report "The State of Kubernetes 2022", den das Unternehmen VMware nun im fünften Jahr in Folge vorgelegt hat.

Die weiter wachsende Beliebtheit von Kubernetes spiegelt sich in der zunehmenden Zufriedenheit der für den Report befragten Unternehmen wider: Die überwiegende Mehrheit bestätigt messbare Vorteile durch den Betrieb der Container-Plattform. Die verbesserte Auslastung der Ressourcen (59 Prozent) sowie einfachere Wartung und Upgrades von Applikationen (49 Prozent) sind dafür die beiden meistgenannten Gründe. Darüber hinaus habe Kubernetes vielen Unternehmen den Weg in die Cloud geebnet und hybride Betriebsmodelle – etwa die Kombination von On Premises und Public Cloud – ermöglicht, ohne in umfassende Plattformanpassungen oder ein Refactoring von Applikationen investieren zu müssen.

Zeichnete sich bereits im vergangenen Jahr eine deutliche Verschiebung weg von On-Premises-Installationen hin zu Public-Cloud-Diensten vor allem kommerzieller Plattformanbieter wie Amazon EKS (Elastic Kubernetes Service), Microsoft AKS (Azure Kubernetes Service) oder auch VMwares Tanzu ab, so setzt sich dieser Trend auch im aktuellen Report fort. Deutlich gewachsen, um 10 Prozent auf 46 Prozent, ist dabei allerdings der Anteil der Unternehmen, die sich nicht auf einen alleinigen Cloud-Provider verlassen wollen, sondern eine Multi-Cloud-Strategie bevorzugen. Auch verteilte Architekturen mit Kubernetes in Edge-Szenarien (15 Prozent) sind weiter im Aufwind.

Unternehmen vertrauen zunehmend auf eine Multi-Cloud-Strategie für den Kubernetes-Betrieb.

(Bild: VMware)

Für die Teams, die sich um den Betrieb und das Management von Kubernetes kümmern, bleiben unterdessen, wie schon in den Jahren zuvor, die Sicherheit und das Einhalten von Compliance-Richtlinien die wichtigsten Herausforderungen. Im Zuge der wachsenden Bereitstellung von Kubernetes in Multi-Cluster- und Multi-Cloud-Umgebungen zeigt sich im aktuellen Report jedoch ein neuer Fokus. Während bisher die Absicherung containerisierter Anwendungen zur Laufzeit sowie der Container-Images in den CI/CD-Pipelines im Vordergrund standen, bemühen sich die Verantwortlichen nun stärker um die Zugangskontrolle zu den Clustern (35 Prozent) und das Durchsetzen von Policies über Cluster- und Teamgrenzen (46 Prozent) hinweg.

Damit einher geht zudem die unter den Befragten gewachsene Bedeutung von geeigneten Werkzeugen für Datensicherheit, Schutz und Verschlüsselung (36 Prozent) das Cluster Lifecycle Management (34 Prozent) sowie Monitoring und Alerting (30 Prozent). Für professionelle Hilfe in diesen Bereichen ist die Mehrheit der Unternehmen (97 Prozent) auch bereit zu zahlen.

Sicherheitsbedenken in Multi-Cluster- und Multi-Cloud-Umgebungen rücken in den Vordergrund.

(Bild: VMware)

Für "The State of Kubernetes 2022" hat VMware über 770 IT-Fachleute und Developer aus überwiegend US-amerikanischen und kanadischen Unternehmen ab 1000 Mitarbeitern befragt. Ein PDF des kompletten Reports stellt VMware kostenfrei zum Download zur Verfügung – nach einer kurzen Registrierung.

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