Tianwen-1: Chinas Marssonde erreicht geplanten Park-Orbit

In wenigen Monaten wollen chinesische Forscher einen Rover auf dem Mars landen. Die Sonde hat nun die Umlaufbahn erreicht, aus der das vorbereitet werden soll.

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(Bild: CNSA)

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  • Martin Holland

Die chinesische Marssonde Tianwen-1 hat fast zwei Wochen nach ihrer Ankunft am Roten Planeten ihre geplante Umlaufbahn erreicht. Das berichtet die chinesische Weltraumagentur CNSA. In dem nun eingenommenen Parkorbit solle die Sonde ungefähr drei Monate verbleiben, bis die Landekapsel ausgeklinkt wird. Auf ihrer neuen Umlaufbahn nähert sich die Sonde dem Mars bis auf 280 Kilometer und werde nun der Reihe nach die sieben Instrumente aktivieren, damit die mit den Messungen und Analysen beginnen könnten. Außerdem soll damit die geplante Landestelle untersucht werden, heißt es von der Weltraumagentur, die erfahrungsgemäß nicht so mitteilsam ist, wie ihr US-Pendant.

Es wird voll am Mars

Tianwen-1 (etwa "himmlische Fragen") war im Juli 2020 gestartet und gilt als eine der schwierigsten Missionen in der Geschichte der chinesischen Raumfahrt. Es ist die allererste Sonde aus dem Reich der Mitte mit dem Roten Planeten als Ziel und der Satellit führt gleich ein Landegerät samt Bodenfahrzeug von der Größe eines Golfcarts mit sich. Bislang ist es lediglich den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion gelungen, Lander beziehungsweise Rover heil auf dem Mars abzusetzen. Der jüngste Besucher ist der NASA-Rover Perseverance, der seine Landung vor wenigen Tagen sogar gefilmt hat und bereits jede Menge Bilder sowie Daten sendet.

Chinas Forscher streben für den Rover von Tianwen-1 eine Landung im Süden der riesigen Tiefebene Utopia Planitia an, etwa auf halber Strecke zwischen Perseverance und Viking 2. Das soll im Mai oder Juni passieren, erklärt die CNSA nun. Das 240 Kilogramm schwere Bodenfahrzeug soll die Oberfläche etwas mehr als drei Monate lang erforschen und Hinweisen auf Wasser nachgehen, das unter der Oberfläche gespeichert ist. Eine Wetterstation soll Messungen des Oberflächenklimas machen. Der Satellit wird unterdessen atmosphärische Messungen vornehmen und den Mars kartografieren.

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(Bild: NASA/JPL-Caltech/heise online)

(mho)