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Tiger Lake: Intel startet die 11. Core-i-Generation

Intel hat die nächste Generation seiner Core-i-Prozessoren (Codename Tiger Lake) offiziell vorgestellt.

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Von
  • Florian Müssig

Intel hat die unter dem Codename Tiger Lake entwickelten Prozessoren offiziell als die elfte Core-i-Generation vorgestellt. Damit ausgestattete Notebooks sollen bereits in wenigen Wochen verfügbar sein.

Zum Start sind sieben Modelle vorgesehen: drei Core i7 und je zwei Core i5 und Core i3. Die i3 sind Doppelkerne, die restlichen Prozessoren sind Quad-Cores. Anders als früher gibt es keine nominellen TDP-Angaben mehr, sondern nur noch TDP-Fenster: Modelle, die in der Typennummer eine 0 vor dem G haben, sollen je nach System zwischen 7 und 15 Watt verbraten, solche mit 5 vor dem G hingegen zwischen 12 und 28 Watt. Passend dazu gibt es auch keinen garantierten Basistakt mehr – er hängt ebenfalls von der jeweils gesetzten TDP ab.

Das mag ungewöhnlich erscheinen, trägt aber der Tatsache Rechnung, dass besonders flotte Notebooks auch bislang schon aufwändige Kühlsysteme mitbrachten und die verwendeten Prozessoren – egal ob von Intel oder von AMD – dort mehr als die nominellen 15 Watt verheizten.

Intels 11. Core-i-Generation (Tiger Lake) für Notebooks
Modell Kerne / Threads TDP Basistakt max. Turbotakt Cache Xe-Eus Xe-Turbotakt
Core i7-1185G7 4 / 8 12 - 28W 1,2 - 3,0 GHz 4,8 GHz 12 MByte 96 1,35 GHz
Core i7-1165G7 4 / 8 12 - 28W 1,2 - 2,8 GHz 4,7 GHz 12 MByte 96 1,30 GHz
Core i7-1160G7 4 / 8 7 - 15 W 0,9 - 2,1 GHz 4,4 GHz 12 MByte 96 1,10 GHz
Core i5-1135G7 4 / 8 12 - 28W 0,9 - 2,4 GHz 4,2 GHz 8 MByte 80 1,30 GHz
Core i5-1130G7 4 / 8 7 - 15 W 0,8 - 1,8 GHz 4,0 GHz 8 MByte 80 1,10 GHz
Core i3-1115G4 2 / 4 12 - 28W 1,7 - 3,0 GHz 4,1 GHz 6 MByte 48 1,25 GHz
Core i3-1110G4 2 / 4 7 - 15 W 1,5 - 2,5 GHz 3,9 GHz 6 MByte 48 1,10 GHz

Etliche generelle technische Neuerungen der Tiger-Lake-Prozessoren wie die Willow-Cove-Kerne und zur integrierten Xe-GPU hat Intel bereits vor einigen Wochen enthüllt.

Apropos AMD: Intels Gregory Bryant ließ es sich bei der Produktpräsentation nicht nehmen, mit "it rises above all imitators" einen Seitenhieb gegen die Ryzen-4000-Prozessoren auszuteilen. Er untermauert seine Aussage allerdings lediglich mit spezifischen Beispielen wie etwa dem KI-beschleunigten Kolorieren und Hochskalieren von Bildern. Die im Prozessor enthaltene GPU Iris Xe – die erste Inkarnation von Intels neuer Grafikarchitektur – schaffte im Rennspiel Grid um die 60 fps, während ein System mit Ryzen 7 4800U nur um die 35 fps schaffte und ein Vergleichsnotebook mit Nvidia GeForce MX350 noch weniger.

Intels neue Prozessor-Logos

(Bild: Intel)

Wie sich die Prozessoren in anderen Aufgaben und Spielen schlagen, müssen künftige Tests zeigen. Anders als bei früheren Prozessorvorstellungen hat Intel diesmal vorab weder Samples noch Detailinformationen an Pressevertreter verteilt.

Intel

Zusammen mit der elften Core-i-Generation startet auch die zweite Generation der Notebook-Spezifikation Project Athena. War diese bislang eher konfus gehalten, gibt es nun harte Fakten: Mindestens 9 Stunden Laufzeit, Wi-Fi 6 und Thunderbolt 4 sind Pflicht. Im Handel erkennt man passende Notebooks am neuen Evo-Aufkleber.

Und wo wir grade bei Aufklebern und Logos sind: Intel ändert mit dem Start der elften Core-i-Generation nicht nur das Design seiner Sticker und Produktgrafiken, sondern hat auch sein Firmenlogo einer Frischzellenkur unterzogen. (mue)