Tiktok erinnert stärker an Einhaltung von Bildschirmzeitpausen

Tiktok will übermäßigen Konsum eingrenzen – bei Kindern und bei Jugendlichen. Dafür kommen nun zwei neue Funktionen.

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(Bild: Antonio Guillem/Shutterstock.com)

Von
  • Oliver Bünte

Die Kurzvideo-App Tiktok erhält zwei weitere Funktionen, um die tägliche Bildschirmnutzungszeit auf ein "gesundes" Maß reduzieren und genauer kontrollieren zu können. Damit will Tiktok das digitale Wohlbefinden seiner Nutzerinnen und Nutzer unterstützen, heißt es in einer Mitteilung von Donnerstag.

Konkret geht es bei beiden Funktionen darum, die tägliche Nutzungszeit von Tiktok besser im Auge zu behalten und gegebenenfalls zu limitieren. Tiktok hat bereits eine Option zur Begrenzung des täglichen Bildschirmzeitlimits integriert. Nun sollen die Nutzerinnen und Nutzer aber auch noch die Zeit einschränken können, die sie am Stück auf Tiktok unterwegs sind.

Ist die Option "Tägliche Bildschirmzeit" aktiv, erhalten Nutzerinnen und Nutzer nach einer frei wählbaren Zeitspanne eine Erinnerung, eine Pause einzulegen. Hierzu bietet Tiktok vordefinierte Zeitspannen von 10 Minuten, 20 Minuten und 30 Minuten an. Wer will, kann eine individuelle Zeit einstellen oder die Pausenerinnerung komplett ausstellen.

Einen Überblick über die eigenen Nutzungsgewohnheiten verschafft künftig das Bildschirmzeit-Dashboard. Nutzerinnen und Nutzer können dort einsehen, wie oft sie die App benutzen und wie lange sie auf Tiktok unterwegs waren, jeweils untergliedert nach Tag- und Nachtzeit. Optional kann eine wöchentliche Erinnerung aktiviert werden, um die Einträge im Dashboard zu überprüfen.

Zusätzlich gibt es künftig wöchentliche Erinnerungen für jüngere Tiktok-User zwischen 13 und 17 Jahren. Tiktok will hiermit wohl auch Forderungen nach beschränkter Nutzungszeit sozialer Netzwerke zum besseren Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen nachkommen. Eine weitere Erinnerung mit einem Hinweis auf die Begrenzung der Bildschirmzeit erhalten die jüngeren Nutzerinnen und Nutzer, wenn sie Tiktok mehr als 100 Minuten genutzt hatten, beim nächsten Start der App.

Grundlage für die Einführung der neuen Funktionen sei eine Befragung von Jugendlichen und Eltern gewesen, die in Kooperation mit der gemeinnützigen Organisation Internet Matters durchgeführt wurde. Die Befragung erfolgte im Vereinigten Königreich, in Irland, Frankreich, Italien und Deutschland. Demnach hätten sich Jugendliche eine Übersicht ihrer Nutzungszeiten und flexible Möglichkeiten zur Nutzungsbegrenzung gewünscht.

Die neuen Funktionen sollen in den kommenden Wochen eingeführt werden, verspricht Tiktok.

(olb)