Tiktok will bei Prävention von Ess-Störungen und Suiziden helfen

TikTok ergänzt die Suche auf seiner Plattform bei bestimmten Schlagwörtern mit Hinweisen und will zu Essstörungen und Suizidgedanken aufklären.

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(Bild: XanderSt/Shutterstock.com)

Von
  • Marie-Claire Koch

Bei der Eingabe bestimmter Begriffe in die Suchmaske der Social-Media-App TikTok erhält der Anwender jetzt zusätzliche Informationen, um möglicherweise selbstzerstörerisches Verhalten zu verhindern. Bei der Eingabe von Wörter wie "Selbstmord" oder "Ich will sterben" erscheint zunächst der Hinweis "Ressourcen für Ratschläge und Hilfe anzeigen" sowie die Nummer der nationalen Telefonseelsorge samt Anruf-Option. Die Ergebnisse für die Suchanfrage werden hingegen ausgeblendet.

Ratschläge und Hilfe bei psychischen Problemen

(Bild: TikTok)

TikTok differenziert dabei zwischen Inhalten, die zum Beispiel Einblicke in Heilungsprozesse gewähren und positiv wirken können, oder Inhalten, die Suizid, Essstörungen und ähnliche selbstzerstörerische Handlungen glorifizieren. Letztere seien ein Verstoß gegen die Regeln der Plattform. Neben der Einbindung der Seelsorge-Rufnummern plant TikTok, die aktuellen Warnhinweise für potenziell verstörende Inhalte zu ergänzen. Derzeit erscheint nur bei wenigen Suchwörtern ein Hinweis zu möglicherweise verstörenden Inhalten – beispielsweise bei "scary make-up". Solche Inhalte werden für Anwender nur sichtbar, sobald sie durch einen Klick bestätigen, die Inhalte trotzdem sehen zu wollen.

Ob sozialen Medien und die dort verfügbaren Inhalte sich negativ auf die geistige Gesundheit auswirken können, ist ein breit diskutiertes Thema. Zuletzt ging aus internen Dokumenten von Facebook hervor, dass sich vor allem die Social-Media-Plattform Instagram negativ auf die Selbstwahrnehmung junger Menschen auswirken könne.

Wenn Sie selbst depressiv sind, wenn Sie Suizid-Gedanken plagen, dann kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge im Internet oder über die kostenlosen Hotlines 0800 1110111 oder 0800 1110222.

(mack)