Tim Cook: "Wahrscheinlich" in zehn Jahren nicht mehr an der Spitze

Der Apple-Chef hat in einem weitläufigen Interview erstmals Angaben zu seiner Zukunft beim iPhone-Konzern gemacht. Elon Musk habe er noch nie getroffen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen
Apple-Chef Tim Cook

Apple-Chef Tim Cook sieht in Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Vorbild für junge Frauen.

(Bild: dpa, Matt Dunham)

Von
  • Ben Schwan

60 Jahre ist Tim Cook mittlerweile – und damit vier Jahre älter als es sein Vorgänger Steve Jobs zu dessen Tod im Oktober 2011 war. Da scheint die Frage durchaus berechtigt, wie lange der Apple-Chef noch an der Konzernspitze verbleiben wird. In einem Interview mit der Tech-Journalistin Kara Swisher hat sich Cook nun erstmals Details dazu entlocken lassen.

Auf die direkte Frage, ob er in einem Jahrzehnt noch bei Apple sein werde, antwortete Cook, er werde den Konzern "wahrscheinlich" nicht mehr führen, obwohl dieses Datum "noch nicht in Sicht" sei. Wer den Job übernehmen könne, sagte er nicht. Er fühle sich aber "großartig".

Tatsächlich hatten zuletzt eine ganze Reihe wichtiger Apple-Manager das Unternehmen verlassen oder waren in andere Posten abgerückt. Marketingchef Phil Schiller ist eigentlich in Rente, kümmert sich aber noch um den App Store. Ex-Hardware-Boss Dan Riccio soll sich um Augmented-Reality-Brillen und Co. kümmern. Der frühere Designchef Jony Ive, ohne den es bei Apple lange überhaupt nicht ging, ist längst aus dem Haus. Welche neue Generation Cook & Co. ersetzen könnte, steht in den Sternen.

In dem Interview erwähnte Cook auch seine Bewunderung für Tesla- und SpaceX-Gründer Elon Musk. Auch den E-Auto-Bauer schätze er sehr. "Tesla hat einen unglaublichen Job gemacht", so Cook. Tesla sei Marktführer und halte diesen Platz "lange". Erstaunlicherweise will Cook jedoch noch nie mit Musk gesprochen haben – obwohl sich Apple einst für Tesla interessiert haben soll.

Gegenüber Swisher äußerte sich Cook auch zu der Kritik an der App Tracking Transparency in iOS 14.5, die unter anderem von Facebook kam. Die habe ihn "geschockt", gehe es doch hier um Privatsphäre und deren Schutz stehe doch außer Frage. In Sachen App Store bleibt Cook hart: Ein Sideloading über alternative Softwarequellen fürs iPhone hält er für sicherheitstechnisch problematisch.

Auch zu Augmented Reality äußerte sich Cook einmal mehr. Der Bereich sei für Apples Zukunft "enorm kritisch". "Es wäre toll, wenn wir unsere Diskussion hier mit Inhalten erweitern könnten", so Cook, der sich aber nicht darauf festnageln ließ, dass Apple an einer AR-Brille arbeitet. (bsc)