Tim Cook seit neun Jahren bei Apple am Ruder

Der Steve-Jobs-Nachfolger feiert ein fast rundes CEO-Jubiläum. Unter ihm ist bei Apple einiges anders geworden.

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Tim Cook

Apple-Boss Cook.

(Bild: dpa, Brian Powers/The Des Moines Register/AP/dpa)

Von
  • Ben Schwan

Apple hat in dieser Woche ein kleines Jubiläum zu feiern: Timothy Donald Cook ist seit genau neun Jahren CEO von Apple. Der üblicherweise nur als Tim bekannte Manager übernahm am 24. August 2011 von Steve Jobs das Ruder, nachdem er ihn in den Jahren zuvor schon häufiger krankheitsbedingt vertreten hatte. Keine zwei Wochen später verstarb der Apple-Mitbegründer.

Unter Tim Cook ist bei Apple einiges anders geworden, doch der Konzern ist enorm erfolgreich. Als Steve Jobs 2011 starb, war Apple gut 350 Milliarden wert, heute sind es über zwei Billionen Dollar. Der Umsatz ist ebenfalls mächtig gewachsen, ebenso der Gewinn. Das alles ist umso erstaunlicher, weil Apple sich nach wie vor innovationsfreudig zeigt. Unter Cook entstand die Apple Watch, es wird viel in den Bereichen Augmented Reality und Automotive geforscht und auch große Entscheidungen wie der ARM-Switch beim Mac finden statt.

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Allerdings ist auch ganz klar, dass Cook kein "Produkttyp" ist. Er überlässt viel Produktarbeit seinen Teams, verließ sich etwa sehr auf Designboss Jony Ive, der jedoch den Konzern mittlerweile verlassen hat. Entsprechend bekommt Cook auch häufiger zu hören, Apple habe sich auf schrittweise Verbesserungen bestehender Hardware – insbesondere beim iPhone – versteift. Allerdings kam es auch unter Steve Jobs nur alle paar Jahre zu großen Umbrüchen, während Apple "zwischen den Jahren" auf inkrementelle Neuerungen setzte.

"Die wichtigsten Erkenntnisse, die ich im Leben gesammelt habe, gehen auf eine einzelne Entscheidung zurück", so Cook während einer Ansprache vor Studenten seiner Alma Mater, der Auburn University, "meine Entscheidung, zu Apple zu gehen". Er habe nie den konkreten Plan gefasst, bei dem Computerkonzern zu arbeiten, "aber es war zweifellos die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe".

Cook selbst gilt als bescheiden, liebt Sport und steht jeden Morgen konstant früh auf. Er ist ein Asket, der aber auch Aktivist ist. So setzt er sich für mehr Diversität im Techsektor ein, was auch mit seiner eigenen Herkunft zu tun hat: Er ist einer der wenigen offen schwulen Männer an der Spitze eines Fortune-50-Konzerns. Über sein Familienleben ist wenig bekannt – Cook lebe für seine Arbeit, heißt es immer wieder. (bsc)