Tom Hanks: Filmveröffentlichung auf Apple TV+ "herzzerreißend"

Sein neuester Streifen "Greyhound" läuft bei dem Streamingdienst und nicht in den Kinos. Schuld ist Corona – und Apples gut gefüllte Kriegskasse.

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"Greyhound" ist eine aufwendige Produktion.

(Bild: Apple)

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COVID-19 wirbelt auch Hollywood durcheinander – und sorgt dafür, dass mancher groß fürs Kino geplanter Streifen bei den Streamingdiensten landet. Dazu gehört auch die Produktion "Greyhound" mit Tom Hanks. Der geplante Lichtspielstart im Juni wurde verschoben, stattdessen läuft der Streifen, der im 2. Weltkrieg auf einem Schiff der Amerikaner spielt, ab kommenden Freitag bei Apple TV+. Ganz happy damit ist Hanks allerdings nicht, wie er erstaunlich offen gegenüber dem britischen Guardian einräumte.

In einem Interview sagte er dem Blatt, die Planänderung hin zu einer Streamingveröffentlichung bei TV+ sei "absolut herzzerreißend" gewesen. Er wolle damit seine "Oberherren bei Apple" nicht wütend machen, aber es gebe so "einen Unterschied bei der Qualität von Bild und Ton". Hanks, für den "Greyhound" eine Herzensangelegenheit ist, soll dem Vertrag mit dem iPhone-Konzern persönlich zugestimmt haben.

Geld war dafür genug da: Fachmedien berichten, dass Apple rund 70 Millionen US-Dollar an das Filmstudio Sony für "Greyhound" gezahlt haben soll. Das hat sich augenscheinlich gelohnt: Die Produktionskosten des Kriegsschiffdramas werden auf rund 50 Millionen Dollar geschätzt.

Hanks hatte noch weitere Seitenhiebe auf Apple übrig. Die "grausamen Peitschenmeister" aus Cupertino hätten dafür gesorgt, dass er beim Videointerview vor einer leeren Wand sitzen musste – möglicherweise, damit Journalisten keine Rückschlüsse auf seinen Buchgeschmack ziehen können. Nun sehe er aus, als "sei er im Zeugenschutzprogramm. Aber hier bin ich, ich beuge mich den Bedürfnissen von Apple TV".

Für Apple ist der Kauf von "Greyhound" ein echter Coup. Der Konzern scheint derzeit auf Einkaufstour, um das im Vergleich zu Netflix oder Amazon Prime leidlich kleine Angebot von TV+ schneller auszubauen und COVID-19-Lücken bei frischen Eigenproduktionen auszugleichen. Einem Bericht zufolge nutzte die Hälfte der Abonnenten des Dienstes das Angebot schon wenige Monate nach Start nicht mehr aktiv – da muss dringend mehr Content her.

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(bsc)