Trend: Weniger Patentanmeldungen für Verbrennungsmotoren

Im vergangenen Jahr gab es rund 15 Prozent weniger Patentanmeldungen für Benziner und Diesel als 2019.

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In den Bereich der Zellforschung fließt derzeit reichlich Entwicklungsbudget. Im Bild: Li-Ionen Batterie im Vergleich zur Feststoffbatterie

(Bild: BMW)

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  • dpa

Der Wandel in der Autoindustrie lässt sich an zahlreichen Parametern ablesen. Die Entwicklung von neuen Verbrennungsmotoren ist zwar – noch – nicht zum Erliegen gekommen, hat aber nicht mehr oberste Priorität. Budgets für Forschung und Entwicklung werden von Benzin- und Dieselmotoren hin zur Elektromobilität umgeschichtet. Das wird unter anderem bei der Auswertung von Patentanmeldungen deutlich, die das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) vorgestellt hat.

Demnach sank im vergangenen Jahr die Zahl der Patentanmeldungen aus aller Welt für Verbrennungsmotoren um 15 Prozent auf 3128. Lediglich bei den Patentanmeldungen aus Korea gab es bei Verbrennungsmotoren noch ein Plus von 111 auf 122 Anmeldungen, aus den vier anderen "Autonationen" Deutschland, Japan, USA und Frankreich sowie dem Rest der Welt gab es Rückgänge im jeweils zweistelligen Prozentbereich.

Bei Batterien jedoch gab es ein Plus von 20 Prozent auf 3214 Anmeldungen, bei Elektromotoren legten die Patentanmeldungen um knapp acht Prozent auf 701 zu. Lediglich bei Brennstoffzellen verzeichnete das Patentamt mit 668 Anmeldungen ein Minus von gut einem Fünftel. Gezählt wurden die Patentanmeldungen mit Wirkung für Deutschland beim Deutschen und dem ebenfalls in München sitzenden Europäischen Patentamt. Enthalten ist die Auswertung im neuen Jahresbericht des Patent- und Markenamts, den die Behörde veröffentlichte.

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In allen Bereichen kamen die meisten Anmeldungen aus Deutschland. Das bedeutet nicht, dass die deutsche Autobranche auch weltweit führend bei den Patentanmeldungen wäre. Denn da Patentgebühren teuer sind, melden die meisten Firmen ihre Entwicklungen im Heimatland und wenigen ausgewählten Industrieländern an. Insgesamt hatte das Patent- und Markenamt 2020 für sämtliche Bereiche der Technik einen mutmaßlich coronabedingten Rückgang der Anmeldungen von fast acht Prozent gemeldet.

(mfz)