Trump nutzt für seinen Wahlkampf Stones-Musik – die drohen nun mit einer Klage

"You Can’t Always Get What You Want", das spürt nun auch Trump. Die Stones haben den US-Präsidenten über die nicht autorisierte Nutzung ihrer Songs informiert.

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(Bild: Frederic Legrand - COMEO/Shutterstock.com)

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"Das könnte das letzte mal sein, dass der Präsident Stones-Songs nutzt", erklärten die Rolling Stones in einem Statement. US-Präsident Donald Trump nutzte den Song "You Can’t Always Get What You Want" zuletzt bei seinem Wahlkampfauftritt und Tulsa, Oklahoma. Damit soll jetzt Schluss sein, die Stones wollen nun weitere Schritte einleiten und drohen mit einer Klage.

Der US-Präsident Donald Trump habe bereits als Präsidentschatskandidat der Republikaner im Wahlkampf 2016 den Song "You Can’t Always Get What You Want" von den Rolling Stones benutzt, gegen den Willen der Musiker und ohne deren Erlaubnis. Die englische Rockband habe das Trump-Team nun über die Broadcast Music Incorporated (BMI) – die US-amerikanische Gesellschaft zur Wahrnehmung der Urheberrechte – informiert, dass die nicht autorisierte Nutzung ihrer Songs einen Verstoß gegen die Lizenzvereinbarungen darstellt.

Den US-Präsidenten hat die widerrechtliche Nutzung scheinbar jahrelang nicht interessiert. Bei erneuter Nutzung ihrer Songs, werde die Band eine Klage gegen den Präsidenten einreichen, berichtet Deadline. Die Trump-Kampagne verfüge laut BMI zwar über eine Lizenz, die die öffentliche Aufführung von mehr als 15 Millionen Musikwerken für seine Wahlkampfveranstaltungen genehmige, es gebe jedoch Bestimmungen, die es dem BMI erlaube, bestimmte Musikwerke von der Lizenz auszuschließen, heißt es in dem Bericht weiter.

Darunter falle der Widerspruch eines Songwriters oder Verlegers. Die BMI habe einen solchen Widerspruch von den Rolling Stones erhalten und dem Wahlkampfteam von Donald Trump in einem Brief mitgeteilt. Die Werke der Stones wurden demnach aus der Lizenz für öffentliche Aufführungen für Wahlkampfveranstaltungen von Donald Trump entfernt und die künftige Verwendung der Musikkompositionen würden gegen die Lizenzvereinbarungen der BMI verstoßen. Sollten dennoch Werke der britischen Rockband bei seinen Wahlkampfauftritten gespielt werden, würde die Band Klage einreichen.

Außer den Rolling Stones sind noch mehrere weitere prominente Musiker nicht mit der Nutzung ihrer Songs durch Donald Trump einverstanden. Dazu zählen etwa Neil Young, Ozzy Osbourne, Guns N' Roses, Rihanna, Adele und Pharell Williams. Die Familie des verstorbenen Tom Petty gab eine Erklärung auf Twitter ab, dass Trump in keiner Weise berechtigt sei, den Song "I Won't Back Down" in Tulsa zu verwenden. Auch Trump "kann nicht immer das bekommen, was er will".

(bme)