Twist: Carsharing fürs Land

Die neue EnBW-Tochter "twist mobility" bietet Carsharing-Lösungen für kleine bis mittlere Städte an. Den Start macht Ehingen in der Gegend von Ulm.

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(Bild: EnBW)

Von
  • Clemens Gleich

Die neu gegründete GmbH "twist mobility" bietet Carsharing-Komplettpakete speziell für kleinere Gemeinden an. Vermietet werden Elektroautos, später auch Elektroroller. Die Ausgründung der EnBW und des Unternehmensgründungsdienstleisters Bridgemaker bietet dabei ein Komplettpaket an: "Twist kümmert sich um die Authentifizierung der Nutzer, die Abrechnung sowie um Bereitstellung, Wartung, Reinigung und Reparatur der Fahrzeuge. Auf Wunsch können Kommunen über den Gesellschafter und Kooperationspartner EnBW auch Ladeinfrastrukturlösungen beziehen."

Da die Zielgruppe (kleine bis mittlere Städte) sich häufig schwertut mit dem schwierigen Modell klassischen Carsharings, setzt Twist zur Vereinfachung auf fixe Stationen, an denen alles passiert: waschen, laden, warten, Sichtprüfung und ausleihen. Damit sollen Probleme wegfallen zu Fragen wie "wo steht was?", "wann muss wo was geladen werden?" und "wo darf der Kunde nach der Miete parken?". Kunden benutzen die Twist-App für alles von der Registrierung bis hin zum Ausleihen. Damit ist auch klar, wo die Beschränkungen des Konzepts liegen: Ohne mobiles Internet an den potenziellen Stationen geht es nicht.

Das erste Twist-Projekt beginnt Ende Mai in Ehingen (südwestlich von Ulm). Dann sollen zwei Renault Zoe ZE 50 (Test) zur Verfügung stehen, später 45-km/h-Elektroroller (Typ Vässla 2) folgen. Die Autos kosten 6 Euro pro angefangener Stunde oder 45 Euro pro Tag, bei 200 Freikilometern. Die Roller kosten im Kurzzeittarif dasselbe wie die Autos, werden aber pro Minute abgerechnet (10 Cent pro Minute). Der Tagestarif kostet 25 Euro. Es gibt beim Roller keine Kilometerbegrenzung.

(cgl)