Twitter bekommt eine Newsletterfunktion

Twitter-Autoren können ihren Lesern ab jetzt auch einen Newsletter anbieten. Ein Klick auf den neuen Subscribe-Knopf genügt, um ein Abo abzuschließen.

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(Bild: InFootage/Shutterstock.com)

Von
  • Dorothee Wiegand

Per Tweet teilte der Newsletterdienst Revue mit, dass Twitter-Leser und -Follower ab jetzt über Twitter-Profile auch Newsletter abonnieren können. Falls im Twitter-Konto des Newsletter-Interessenten eine E-Mail-Adresse hinterlegt ist, genügt dafür ein einzelner Klick.

Das neue Angebot war seit August getestet worden. Nun steht es für alle Twitter-Schreiber und -Leser zur Verfügung, zunächst allerdings nur bei Zugriff vom Desktop und mit einem Browser. Für Android und iOS soll die neue Funktion bald folgen.

Für den typischen Inhalt eines Newsletters ist das Markenzeichen von Twitter, die Beschränkung auf 280 Zeichen pro Mitteilung, ungeeignet. Wer seinen Lesern auf Twitter künftig zusätzlich zu kurzen Tweets einen journalistischen Newsletter zum Abo anbieten möchte, muss die neue Funktion dafür in seinem Revue-Konto aktivieren. Sein Twitter-Profil wird dadurch um einen Subscribe-Button ergänzt.

Leser und Follower, die einen Revue-Newsletter über ein Twitter-Profil abonnieren, schließen damit ein kostenloses Abonnement ab. Falls der Versender einen kostenpflichtigen Newsletter anbietet, „kann der Abonnent sich für ein Upgrade auf Revue entscheiden, indem er zu diesem Zeitpunkt Zahlungsinformationen angibt“, heißt es im Twitter-Hilfe-Center.

Anfang 2021 hatte Twitter das niederländische Unternehmen Revue übernommen, das den gleichnamigen Newsletterdienst betreibt. In einem Blog-Beitrag stellte Twitter damals in Aussicht, dass sich Twitter-Autoren mithilfe von Newslettern besser mit ihrem Publikum vernetzen könnten.

Revue hatte im Zuge der Übernahme seine Preise geändert: Einen Newsletter herauszubringen, ist seitdem kostenlos und von kostenpflichtigen Newslettern behält Revue seitdem nur noch 5 Prozent der Gebühren ein.

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Generell sind journalistische Newsletter seit einiger Zeit wieder sehr beliebt. Das für eine ganze Weile als antiquiert und nicht mehr zeitgemäß angesehene Kommunikationsmittel wird von etablierten Medienmarken wieder intensiv genutzt, um Leser zu erreichen – die New York Times ist ein prominentes Beispiel.

(dwi)