Twitter führt Trinkgeld-Funktion ein: Weltweit auch Zahlungen in Bitcoin möglich

Nutzerinnen und Nutzer des Kurznachrichtendienstes Twitter haben bald die Möglichkeit, anderen ein Trinkgeld zu geben – wenn diese Funktion im Profil aktiv ist.

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(Bild: George Dolgikh/Shutterstock.com)

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  • dpa

Twitter führt weltweit eine Trinkgeld-Funktion ein – auch Zahlungen mit Bitcoin sind möglich. Neben dem Follow-Button einiger Twitter-Profile wird bald ein Banknoten-Symbol auftauchen. Das heißt, dass Nutzerinnen und Nutzer ein Trinkgeld schicken können. Twitter führt die Funktion nach einem Testlauf weltweit ein. Die Accounts, die das Empfangen vom Trinkgeld aktiviert haben, erkennt man an einem Banknoten-Symbol neben dem Follow-Button.

Die Funktion werde zunächst auf dem iPhone eingeführt und soll in einigen Wochen auch für Geräte mit Android folgen, kündigte der Kurznachrichtendienst am Donnerstag an. Twitter wickelt die Überweisungen dabei nicht selbst ab, sondern lässt die Profile Zahlungsdienstleister einbinden, zu denen die Nutzerinnen und Nutzer dann weitergeleitet werden.

Mit der Möglichkeit, über die Trinkgeld-Funktion Geld zu verdienen, versucht Twitter eine Lücke zu schließen. Teile der Nutzerschaft seien dadurch zu anderen Diensten, beispielsweise zu Patreon, gewechselt. Die Zahlungen sind auch in Kryptowährungen wie Bitcoin möglich. Das sei die beste Lösung für Regionen, in denen die Versorgung mit Bank-Dienstleistungen schwach sei, sagte die für das Projekt zuständige Twitter-Managerin Esther Crawford.

Außerdem experimentiert Twitter mit Neuerungen, die den Alltag bei dem Kurznachrichtendienst sicherer machen sollen, wie etwa ein Safety Mode. Dabei werden automatisch für sieben Tage Accounts blockiert, die dem Anwender beleidigende oder hasserfüllte Nachrichten senden. Eine Funktion, die ein unauffälliges Entfolgen anderer ermöglicht, wird derzeit ebenfalls getestet.

Produktchef Kayvon Beykpour betonte, dass Twitter das Innovationstempo beschleunigen und sich auch schneller von unpopulären Funktionen trennen werde. "Sie werden uns nicht an Dinge klammern sehen, die nicht funktionieren", sagte er.

Bereits im Juli hatte Twitter sein Experiment mit von allein verschwindenden Tweets nach weniger als einem Jahr für gescheitert erklärt. Die erst im vergangenen November weltweit eingeführten Fleets hätten nicht wie erhofft mehr Nutzer animiert, mehr bei dem Dienst zu posten, hieß es.

(mack)