Twitter geht nicht mehr gegen Corona-Falschinformationen vor

2020 hat Twitter Regeln aufgestellt, um Falschinformationen über die Pandemie auf der Plattform einzudämmen. Diese Regeln werden jetzt nicht mehr umgesetzt.

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(Bild: Rokas Tenys/Shutterstock.com)

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Twitter geht nach der Übernahme durch Milliardär Elon Musk nicht mehr gegen Falschinformationen zum Coronavirus vor. Die entsprechenden Maßnahmen wurden bereits am Mittwoch vergangener Woche gestoppt, wie aus einer Mitteilung auf einer Twitter-Webseite hervorgeht. Der Online-Dienst hatte 2020 Regeln aufgestellt, um die Verbreitung falscher und irreführender Informationen über das Virus und Impfstoffe zu unterbinden. Twitter verwies damals auf Gefahr für Menschen, die unwissenschaftliche Behandlungsmethoden anwenden oder auf Impfungen verzichten könnten.

Insgesamt wurden nach früheren Angaben wegen Verletzung der Regeln mehr als 100.000 Beiträge entfernt und über 11.000 Konten gesperrt. Das Vorgehen wurde vor allem aus dem rechten politischen Lager in den USA kritisiert. Musk selbst hatte sich 2020 als lautstarker Kritiker der Lockdowns gezeigt und Ausgangsbeschränkungen als "faschistisch" bezeichnet. Unter anderem wandte er sich gegen Maßnahmen, die für einen Produktionsstopp im Stammwerk seines Elektroauto-Herstellers Tesla sorgten. Der 51-Jährige hatte nach eigenen Angaben zweimal eine Covid-Erkrankung. Unter seiner Führung werden bei Twitter aktuell zahlreiche gesperrte Accounts wieder zugelassen.

(axk)