UN-Initiative "Verified" soll Falschnachrichten über das Coronavirus eindämmen

Falschnachrichten über das Coronavirus verbreiten sich ähnlich schnell im Internet wie das Virus unter Menschen. Die UN wollen das verhindern.

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(Bild: sdecoret/Shutterstock.com)

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Die United Nations (UN) haben die Initiative "Verified" gestartet, um damit der Verbreitung von Falschnachrichten über das neuartige Coronavirus im Internet entgegen zu wirken. Ziel der Kampagne sei es, vertrauenswürdige Inhalte im Zusammenhang mit COVID-19 im Internet hervorzuheben. Die Aktion setzt dabei auf Freiwillige, die in sozialen Medien falsche Informationen über das Coronavirus widerlegen und mit wissenschaftlich fundiertem Wissen dagegenhalten sollen.

Auf der "Verified"-Projektseite der UN heißt es: "Die Welt kann die Krankheit und deren Auswirkungen nicht eindämmen, ohne Zugang zu vertrauenswürdigen, akkuraten Informationen zu haben, die Wissenschaft und echte Lösungen fördern – und Solidarität innerhalb und zwischen den Nationen aufbauen.“ Wichtig dabei sei es, Inhalte bereitzustellen, die das Getöse im Internet mit falschen Nachrichten und Verschwörungstheorien reduzieren, damit so faktenbasierte Ratschläge und lebensrettende Informationen bei den Menschen ankommen. "Wir können unsere virtuellen Räume nicht an diejenigen abtreten, die mit Lügen, Angst und Hass handeln", sagte UN-Generalsekretär António Guterres angesichts der gestarteten Initiative.

Wie das in der Praxis ablaufen soll, koordiniert das Kampagnen-Management-Unternehmen Purpose. Nach Vorstellung der UN und Purpose können Menschen wie Du und ich eine entscheidende Rolle spielen und die Verbreitung zuverlässiger Informationen über COVID-19 fördern, indem sie diese an ihre Freunde und Familien weiterleiten und in sozialen Medien teilen. Unterstützung erfolgt zusätzlich von dem "Verified“-Team, dass aus Kommunikatoren, Kreativen und Forschern besteht. Sie erstellen Inhalte auf der Grundlage neuester Informationen und nach den Leitlinien der Vereinten Nationen, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und weiterer UN-Organisationen, heißt es von "Verified". Freiwillige können sich auf der Website von "Verified" in einen E-Mail-Verteiler eintragen, um täglich passende Informationen zu erhalten. Um die Verbreitung der Inhalte zu fördern, wolle man auch mit Influencern zusammenarbeiten. Offenbar reichen der UN die Bemühungen von Facebook & Co. zur Bekämpfung von Falschinformationen zum Coronavirus nicht aus.

Das UN-Projekt wird von zahlreichen Partnern unterstützt, darunter die Ikea Foundation, die global agierende Philantropen-Organisation Luminate und die UN Foundation.

(olb)