US-Bezahldienst Square kauft Afterpay für 29 Milliarden Dollar

Der Zahlungsdienstleister von Twitter-Chef Jack Dorsey ist weiter auf Shopping-Tour: In der größten Übernahme soll nun Afterpay gekauft werden.

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(Bild: Shutterstock/Jacob Lund)

Von
  • Martin Holland

Der von Twitter-Chef Jack Dorsey mitgegründete und geführte US-Bezahldienst Square übernimmt für 29 Milliarden US-Dollar den australischen Zahlungsdienstleister Afterpay. Das teilten beide Unternehmen mit. Die Übernahme soll demnach in Aktien abgewickelt und bis zum ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Square will die Dienstleistung von Afterpay in das eigene Ökosystem integrieren, dabei geht es vor allem um die Möglichkeit, Produkte ohne Zusatzkosten später zu bezahlen. Durch den Zusammenschluss soll das Wachstum von Afterpay weiter beschleunigt werden.

Dorsey hatte Square während einer Auszeit bei Twitter gegründet und führt inzwischen beide Unternehmen. Square ist ein Finanzdienstleister und unter anderem im Bereich Mobile Payment aktiv. Das Unternehmen entwickelt Produkte für Firmen und Endnutzer. Afterpay wiederum bietet Konsumenten und Konsumentinnen die Möglichkeit, Produkte zu kaufen und für eine bestimmte Frist ohne Extrakosten später zu bezahlen. Insgesamt hat das Unternehmen über 16 Millionen Kunden und Kundinnen, der Dienst wird von fast 100.000 Geschäften in aller Welt eingesetzt. In Europa ist das Angebot in Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien verfügbar.

"Square und Afterpay teilen ein Ziel", begründet Dorsey nun die geplante Übernahme. Beide wollten das Finanzsystem fairer, zugänglicher und inklusiver machen. Gemeinsam könnten sie künftig noch ansprechendere Produkte machen, um Verkaufenden und Kundschaft wieder die Macht zu geben. Die Aktienmärkte sind aber wohl nicht so leicht zu überzeugen, für Square deutet sich nach der Ankündigung erst einmal ein deutliches Minus an. Das Unternehmen hatte erst vor wenigen Monaten den Musikdienst Tidal übernommen.

(mho)