US-Effizienzbehörde DOGE existiert nicht mehr

DOGE sollte den Behördenapparat reformieren. Zuletzt war nicht mehr viel davon zu hören. Ein Regierungsmitarbeiter hat Reuters das Ende von DOGE bestÀtigt.

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Elon Musk und Donald Trump vor einem Cybertruck

Elon Musk und Donald Trump vor einem Cybertruck

(Bild: White House)

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Die Abteilung sollte den Staatsapparat verschlanken und Milliarden einsparen. Doch das "Department of Government Efficiency" (etwa: Abteilung fĂŒr Regierungseffizienz, kurz DOGE) wurde offensichtlich aufgelöst, obwohl sein Mandat noch nicht abgelaufen ist.

"Das gibt es nicht", antwortete Scott Kupor, Direktor des Office of Personnel Management, Anfang dieses Monats der britischen Nachrichtenagentur Reuters auf die Frage dem Status von DOGE. Es sei keine "zentralisierte Einrichtung" mehr.

Es war das erste Mal, dass von offizieller Stelle ein Ende der Abteilung bestĂ€tigt wurde. Bisher habe sich kein Beamter derart geĂ€ußert, schreibt Reuters, auch nicht, nachdem US-PrĂ€sident Donald Trump und der Unternehmer und DOGE-Beauftragte Elon Musk sich ĂŒberworfen und Musk das Weiße Haus verlassen habe.

Es habe lediglich Andeutungen gegeben, dass das umstrittene DOGE nicht wie geplant bis Juli 2026 aktiv bleibe, schreibt Reuters: So habe Trump in letzter von DOGE immer in der Vergangenheitsform gesprochen. Die aktuelle DOGE-Leiterin Amy Gleason ist zusÀtzlich Beraterin von US-Gesundheitsminister Robert Kennedy. Zuletzt sei sie öffentlich fast nur noch in dieser Rolle aufgetreten. Andere DOGE-Mitarbeiter hÀtten ebenfalls neue Funktionen.

Trump hatte die Einrichtung von DOGE bereits nach seiner Wahl angekĂŒndigt. Am ersten Tag im Amt beauftragte er Musk und den ehemaligen republikanischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Vivek Ramaswamy mit dem Aufbau des DOGE. Ziel war eine Strukturreform, die den Behördenapparat effizienter gestalten und dadurch viel Geld sparen sollte. DafĂŒr sollte das DOGE bis Sommer kommenden Jahres Zeit haben.

Musk nannte das DOGE die "KettensĂ€ge fĂŒr die BĂŒrokratie". In den ersten Monaten begann die Behörde, Bundesbehörden das Budget zu kĂŒrzen oder sie zu verkleinern, indem sie Mitarbeiter entließ. Das Personal, das Musk und Ramaswamy dafĂŒr einsetzten, war fĂŒr die Aufgabe nicht unbedingt geeignet und die Methoden fragwĂŒrdig.

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Das DOGE behauptete, dem Staatsetat Ausgaben in zweistelliger Milliardenhöhe eingespart zu haben. UnabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen lĂ€sst sich das jedoch nicht.

(wpl)