US-Motorrad-Hersteller Harley-Davidson im Minus

Harley trotzte stoisch der Kundenvergreisung und dem von US-Präsident Donald Trump angezettelten Zoll-Streit. Probleme macht nun aber Covid-19.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 64 Beiträge

Harley-Davidson Roadster

(Bild: Harley-Davidson)

Von

Der traditionsreiche US-Motorradbauer Harley-Davidson gerät nun auch durch die Covid-19-Pandemie weiter unter Druck. Im zweiten Quartal fiel ein Verlust von 92 Millionen US-Dollar (79 Mio Euro) an, wie das Unternehmen am Dienstag (28. Juli 2020) in Milwaukee mitteilte.

Im Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Gewinn von 196 Millionen Dollar erzielen können. Die Erlöse fielen um 47 Prozent auf 865 Millionen Dollar. Die Ergebnisse reflektierten die Belastungen durch die Covid-19-Pandemie und Kosten für den Konzernumbau, so Harley-Davidson.

Das 117 Jahre alte Unternehmen hatte wegen hoher Einfuhrzölle aufgrund des von Präsident Donald Trump angezettelten Streits zwischen den USA und wichtigen Handelspartnern schon vor der Virus-Krise Probleme. Zudem kämpft Harley-Davidson mit einem angestaubten Image und tut sich schwer, jüngere Käufer anzusprechen. Die Quartalszahlen enttäuschten Markterwartungen auf ganzer Linie. Die Aktie geriet vorbörslich zunächst deutlich ins Minus. Seit Jahresbeginn ist der Kurs um mehr als 21 Prozent gesunken.

Lesen Sie auch

(fpi)