US-Senator: Festplattenhersteller sollen unzulässige Geschäfte mit Huawei melden

Der Senator Roger Wicker, Mitglied der republikanischen Partei, sorgt sich um die Einhaltung einer Verordnung des US-Handelsministeriums.

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(Bild: Aleksandr Grechanyuk / Shutterstock.com)

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  • Lutz Labs

Die ehemalige US-Regierung von Donald Trump hatte im Handelskrieg mit China unter anderem mit Hinweisen auf die Gefahr von Spionage und Sabotage Sanktionen gegen den chinesischen Huawei-Konzern angeordnet. Der republikanische US-Senator Roger Wicker hat nun die Vorstandsvorsitzenden von Toshiba America, Seagate und Western Digital gefragt, ob diese das Unternehmen unzulässigerweise mit Festplatten aus ausländischer Produktion beliefern.

Wickert ist das ranghöchste Mitglied des Handelsausschusses, laut der Nachrichtenagentur Reuters befindet er sich "in einem Prozess der Tatsachenermittlung darüber, ob führende globale Lieferanten von Festplattenlaufwerken die Verordnung einhalten". Western Digital hält dem Bericht zufolge die Regeln des Handelsministeriums ein, Mitte September vergangenen Jahres habe das Unternehmen die Lieferungen eingestellt. Eine neue Lizenz für die Belieferung soll Western Digital beantragt haben; der Antrag sei jedoch noch nicht genehmigt worden. Seagate und Toshiba sollen sich noch nicht geäußert haben.

Der Senator forderte auch die US-Handelsministerin Gina Raimondo auf, "gegen jedes Unternehmen vorzugehen, das irgendeinen Teil der Vorschrift umgeht", da Huawei die nationale Sicherheit "ernsthaft gefährdet". Raimondo hatte sich bereits bei ihrer Nominierung gegen Lockerung der US-Sanktionen ausgesprochen.

Da Seagate, Toshiba und Western Digital die einzigen Unternehmen sind, die noch Festplatten herstellen, kann Huawei diese kaum anderweitig beziehen. Huawei hatte unter anderem durch diese Sanktionen auch im ersten Quartal 2021 einen deutlichen Umsatzrückgang verbuchen müssen.

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Trump hatte Regierungen auf der ganzen Welt bedrängt, ebenfalls Sanktionen gegen Huawei und andere chinesische Unternehmen zu beschließen. Der ebenfalls von Handelsbeschränkungen betroffene chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi hatte jüngst einen Erfolg verbuchen können: Das US-Verteidigungsministerium streicht Xiaomi von der Liste der Unternehmen, die wegen ihrer Verbindungen zum chinesischen Staat oder Militär in den USA einem Handelsverbot unterliegen. (ll)