Ubitricity und Ebee: Laternen-Ladepunkte für den deutschen Markt

Die Unternehmen haben bereits Erfahrungen mit dem Aufbau von Laternen-Ladepunkten gesammelt. Diese sollen besonders in Städten punkten können.

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Ein Laternen-Ladepunkt von ubitricity

(Bild: ubitricity)

Von
  • Kristina Beer

Die Firmen Ubitricity und Ebee werden zusammen eine speziell für den deutschen Markt konzipierte Laternenladetechnik für die Elektromobilität entwickeln. Das gaben die beiden Unternehmen am Dienstag bekannt.

Das in Deutschland gegründete Unternehmen Ubitricity hat bereits in Großbritannien Erfahrungen mit dem Aufbau einer Laternen-Ladeinfrastruktur sammeln können. Mittlerweile stellt Ubitricity nach eigenen Angaben das größte öffentliche Ladenetzwerk in dem Land – ist aber auch schon in Berlin in größerem Ausmaß aktiv. Im Januar hat das britische Mineralölunternehmen Shell Ubitricity übernommen.

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Ebee ist ebenfalls ein deutsches Unternehmen und seinerseits Teil der Bender Gruppe. Ebee hat sich auf die Hardwareentwicklung für das Laternenladen spezialisiert.

Die Unternehmen möchten mit ihrer Technik insbesondere das Anwohnerladen in Städten adressieren. Dort stehen für Anwohnerinnen und Anwohner oft keine eigenen Parkplätze mit Lademöglichkeiten bereit. Umwege zu Ladepunkten müssen häufig noch in kauf genommen und auch das Laden an sich gut geplant werden. Der Laternenladepunkt vor der Haustür soll diese Probleme beseitigen. Standardisierte Systeme sollen die Nutzung zusätzlich vereinfachen.

Laut Ubitricity und Ebee sollen die Ladepunkte an die "langen Parkzeiten" in Städten angepasst werden. Man strebe somit eine Ladedauer an, die auch "besonders netzfreundlich" sei. Zudem sollen "zukünftig netzdienliche Lösungen realisiert werden, welche die Flexibilität der Fahrzeug-Batteriespeicher berücksichtigen".

Das Konzept der Ladepunkte an Laternen soll außerdem einen besonders schnellen und kostengünstigen Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur ermöglichen, ohne das Stadtbild stark zu verändern oder großflächige Baustellen nach sich zu ziehen.

Robert Weyrauch, Geschäftsführer von Ebee, erklärt: "Der Bedarf an öffentlich zugänglichen Ladepunkten steigt täglich und ist nur mit einem schnellen Ausbau und einer großen Anzahl an Ladepunkten durch eine platzsparende clevere Lösung wie Laternen-Ladepunkten zu decken. Nutzbar machen, von bereits vorhandenen Laternen und dazu genau vor den Haustüren der Nutzenden ist der Schlüssel zum Erfolg der Elektromobilität in Städten."

(kbe)