Überschallflugzeug: Aerion kündigt Passagierflieger AS3 an

Der US-Flugzeugentwickler Aerion plant eine größere Variante seines Überschall-Jets.

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Bis zu 50 Passagiere sollen im AS3 sitzen können, das aber bisher nur vage im Computer existiert.

(Bild: Aerion)

Von
  • Andreas Wilkens

Das US-Unternehmen Aerion hat sich mit seinem Projekt der Entwicklung eines kommerziellen Überschall-Passagierflugzeugs in Erinnerung gerufen. Mit dem AS3 hat es nun die nächste Phase seines Projekts vorgestellt, bevor der Jet AS2 voraussichtlich 2023 in die Produktion geht.

Das AS3 soll mit vierfacher Schallgeschwindigkeit fliegen können, eine Reichweite von 13.000 km haben und bis zu 50 Passagiere fassen. Weitere Informationen zu dem neuen Modell sollen erst im Herbst dieses Jahres folgen.

Aerion will den neuen Flieger spätestens zum Ende dieses Jahrzehnts in den Luftverkehr bringen. Um das zu ermöglichen, hat das Unternehmen nach eigenen Angaben die Kooperation mit dem Langley Research Center der NASA ausgeweitet, dabei gehe es insbesondere um kommerzielle Flüge im Bereich der Geschwindigkeit Mach 3 bis 5.

Der AS2 ist als "Business Jet" konzipiert und soll bis zu 1600 km/h schnell fliegen können. Aerion plant, an seinem Standort in Melbourne im US-Bundesstaat Florida innerhalb von zehn Jahren 300 Exemplare davon zu bauen. Die Technik Boomless Cruise soll dort, wo Überschallflüge erlaubt sind, dafür sorgen, dass der Überschallknall je nach atmosphärischer Schichtung nicht auf den Erdboden gelangt. Der Antrieb soll mit hundert Prozent synthetisch erzeugten Kraftstoffen funktionieren.

Überschallflugzeug AS2 Aerion (11 Bilder)

Vor vier Jahren gab Aerion bekannt, mit seinem zwölfsitzigen Businessjet AS2 die Renaissance der Überschallflugzeuge einleiten zu wollen.

(Bild: Aerion )

Das Langley Research Center hatte 2016 begonnen, ein Überschallflugzeug zu bauen, das keinen Überschallknall erzeugt. Dieser war ein großes Problem des Überschall-Passagierflugzeugs Concorde. Weil der auf dem Boden zu sehr störte, beschleunigten die Maschinen erst über Wasser auf Geschwindigkeiten im Mach-Bereich.

(anw)