United Internet: Vierter Mobilfunker soll "1&1 AG" heißen​

United Internet streicht vor dem Markteintritt als Mobilfunker das "Drillisch" aus dem Namen seiner Netztochter, die künftig als "1&1 AG" auftreten soll.

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(Bild: United Internet)

Von
  • Volker Briegleb

Vor dem Markteintritt als vierter Netzbetreiber will United Internet seine Mobilfunktochter umbenennen. Die 1&1 Drillisch AG solle zukünftig unter dem Namen "1&1 AG" firmieren, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat werde auf der ordentlichen Hauptversammlung am 26. Mai 2021 zur Abstimmung vorgelegt.

Damit würde der Name Drillisch vom Markt verschwinden. Das von Hans Jochen Drillisch gegründete Unternehmen war Mitte der 1980er Jahre mit dem Vertrieb von C-Netz-Autotelefonen erstmals auf dem Mobilfunkmarkt in Erscheinung getreten. In den 1990er Jahren machte sich Drillisch einen Namen als Mobilfunkprovider auf dem D2-Netz von Mannesmann. 1998 ging die Drillisch AG an die Börse.

Ralph Dommermuth, CEO und Gründer von United Internet, zeigte schon früh ein strategisches Interesse an dem Mobilfunkprovider. 2007 stieg United mit einer Beteiligung von knapp zehn Prozent bei Drillisch ein. 2017 hatte United Internet dann die Mehrheit der Drillisch AG übernommen und mit der Festnetztochter 1&1 Telecommunication zur 1&1 Drillisch AG verschmolzen. United hält heute gut 75 Prozent der Anteile.

"Der Zusammenschluss von 1&1 und Drillisch war eine wichtige strategische Entscheidung, durch die wir unsere Marktstellung deutlich gestärkt haben", erklärte Dommermuth. "Mit 1&1 besitzen wir eine der stärksten Marken im deutschen Telekommunikations- und Internetmarkt, die ein hohes Maß an Bekanntheit und Vertrauen genießt. Durch einen eindeutigen Auftritt wollen wir diese Markenstärke zukünftig auch am Kapitalmarkt effizient nutzen."

1&1 hat große Pläne im Mobilfunkbereich: Das Unternehmen hat bei der Auktion der 5G-Frequenzen im Jahr 2019 Spektrum ersteigert und will ein eigenes Netz aufbauen. Los gehen soll es in den Großstädten, für die Abdeckung darüber hinaus ist dank eines Roaming-Abkommens mit Telefónica Deutschland gesorgt.

(vbr)