Unter Linux aufräumen: Czkawka als FSlint-Alternative

Als in Rust geschriebene Alternative zu FSlint erscheint Czkawka 1.0.0. Das Tool soll unter Linux doppelt vorhandene Dateien oder leere Ordner aufspüren.

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(Bild: Czkawka)

Von
  • Moritz Förster

Mit der neuen Version 1.0.0 bietet sich Czkawka – polnisch für Schluckauf – als Alternative zu FSlint an. Es handelt sich um ein Programm, mit dem Linux-Nutzer auf ihrem System Dateien finden können, die doppelt vorhanden oder leer sind, temporär vorgehalten werden, oder die den meisten Speicherplatz beanspruchen. Auch leere Ordner kann das Werkzeug aufspüren.

Im Gegensatz zur GUI-Version von FSlint ist Czkawka in Rust geschrieben und soll vor allem schneller bei weniger RAM-Bedarf sein. Ersteres Programm basiert auf Python 2 und GTK 2. Czkawka soll in erster Linie durch eine GTK-3-Oberfläche samt Dunkelmodus überzeugen, erscheint aber auch als CLI-Variante. Auch ein GUI auf Basis von Orbtk ist angedacht.

FSlint-Nutzer sollten mit dem Aufbau der Oberfläche schnell zurechtkommen: Spezifisch zu durchsuchende Verzeichnisse lassen sich hinzufügen, andere Verzeichnisse explizit ausklammern. Auch welche Dateiendungen Czkawka beachten soll oder welche beliebigen Elemente – festzulegen via *-Wildcard – das Tool nicht in die Suche einbeziehen soll, lässt sich spezifisch definieren.

Die Ergebnisse kann Czkawka exportieren, um sie zum Beispiel anderen Programmen zur Verfügung zu stellen. Das Tool finden interessierte Nutzer auf GitHub, im Rust-Paket-Manager Cargo oder im Arch Linux AUR. Snap, Flatpak und AppImage sollen folgen, auch eine Windows-Version wollen die Entwickler anbieten. Czkawka erscheint als Open-Source-Software unter der MIT-Lizenz.

(fo)