Unterstützung für Servicekräfte – Roboter Bella serviert Speisen

Weil es in der Coronakrise schwierig geworden ist, genug Angestellte zu finden, hat ein Restaurantbesitzer einen Roboter angeschafft. Der soll entlasten.

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(Bild: Hafenrestaurant Grömitz)

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  • dpa

Mit ungewöhnlichen Mitteln will Gastwirt Tim Bornewasser dem Personalmangel in der Gastronomie begegnen. In seinem Restaurant im Ostseebad Grömitz bringt seit wenigen Tagen Roboter "Bella" die Speisen. Die sprechende Maschine solle keinesfalls menschliche Servicekräfte ersetzen, sagte Bornewasser. Aber er könne ihnen Laufwege beispielsweise zwischen Küche und Gastraum abnehmen und sie dadurch spürbar entlasten, sagte er.

Auf die Idee, den Roboter anzuschaffen, sei er während der Corona-Krise gekommen, als viele Servicekräfte im Lockdown der Gastronomie den Rücken kehrten, sagte Bornewasser. "Allein mit mehr Ruhetagen ist das nicht aufzufangen, deshalb setzen wir jetzt auf Technik", sagte der Restaurantinhaber.

Dank eines ausgefeilten Navigationssystems bewegt sich Bella zielsicher im Raum, weicht Hindernissen geschickt aus und kommuniziert auch mit den Gästen. Die ersten Reaktionen seiner Besucher seien positiv, sagte Bornewasser, der sein Restaurant im Grömitzer Jachthafen vor acht Jahren eröffnet hat.

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Rund 20.000 Euro hat der Serviceroboter nach Angaben Bornewassers gekostet. "Dafür braucht er keinen Urlaub, wird nie krank und kann theoretisch an sieben Tagen in der Woche im Einsatz sein. Ich gehe davon aus, dass er sich nach 120 Tagen amortisiert hat", sagte er.

(mho)