Untersuchung am BMW-Testwagenwrack: Autonomes Fahren nicht der Unfall-Auslöser

Erste Untersuchungen von Polizei und Staatsanwaltschaft ergaben: Der am Montag verunfallte Versuchs-BMW ist zum Zeitpunkt des Unglücks nicht autonom gefahren.

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Die Frage, ob der zu autonomem Fahren fähige BMW iX (Test) den Unfall mit eingeschalteter Selbstfahrfunktion verursacht haben könnte, stand anfangs im Raum.

(Bild: Clemens Gleich)

Von
  • Florian Pillau
  • mit Material der dpa

Das am Montag auf der Schwäbischen Alb verunfallte BMW-Testfahrzeug hätte zum Zeitpunkt des Unglücks nicht autonom gefahren sein können. Dies teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch nach Untersuchung des Autos mit. An der Begutachtung seien drei Sachverständige, Spezialisten der Verkehrspolizei Tübingen und des LKA sowie Ingenieure des Herstellers beteiligt gewesen.

Bei dem tragischen Zusammenstoß starb ein Mensch, neun Personen wurden schwer verletzt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten an. Nun müssten die ausgelesenen Daten des Testfahrzeugs ausgewertet werden und dessen Fahrer müsse vernommen werden, sagte ein Sprecher. "Das dauert seine Zeit."

Eine Reihe schwerer Unfälle mit dem Fahrassistenzpaket, das der US-Elektroautohersteller Tesla "Autopilot" nennt, hat über die vergangenen Jahre zu einer gewissen Sensibilisierung im Hinblick auf teilautonome Fahrhilfen geführt.

Der 43 Jahre alte Fahrer des Testwagens war laut Polizei am Montag mit vier weiteren Menschen im Wagen bei Römerstein unterwegs. In einer Kurve kam sein Auto demnach auf die Gegenfahrbahn und streifte einen Pkw. Dieses prallte dann frontal gegen einen weiteren. Auch dieses Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab und geriet sofort in Brand. Der Testwagen stieß noch mit einem weiteren Auto zusammen. Der 33 Jahre alte Beifahrer dieses Wagens erlitt dabei tödliche Verletzungen.

In dem Testwagen saßen laut Polizei neben dem Fahrer noch zwei Männer im Alter von 31 und 47 Jahren sowie eine 42-Jährige und ein eineinhalb Jahre altes Kind. Sie wurden ebenso wie die weiteren Unfallbeteiligten schwer verletzt in Kliniken gebracht.

(fpi)