Googles Dolmetscherbrille: Untertitel fürs echte Leben

Google zeigte den Prototypen einer AR-Brille, die Gesprochenes erkennt, gegebenenfalls übersetzt und dann als Untertitel einblendet.

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(Bild: BB DESIGN STOCK / Shutterstock.com)

Von
  • Daniel AJ Sokolov

Google-Chef Sundar Pichai möchte Technik entwickeln, die den Fokus wieder auf das wirkliche Leben lenkt, statt dass Menschen sich immer mehr in ihre Geräte vertiefen und ihrer Umwelt immer weniger Beachtung schenken. AR sieht er dazu als Schlüssel: "Die Magie von Augmented Reality wird Wirklichkeit, wenn man sie in der echten Welt nutzen kann, ohne dass die Technik im Weg steht." So wie bei einem Prototyp, den Pichai auf der Entwicklerkonferenz Google I/O zeigte: Die übersetzende Brille helfe dabei, jemanden zu verstehen, der eine andere Sprache spricht; Gehörlose könnten so einer Unterhaltung folgen.

Der Prototyp erinnert an die vor zehn Jahren gezeigte Google Glass. Ein in der Brille versteckter Kleinstcomputer hört, was das Gegenüber sagt, erkennt das Gesagte, und setzt es – für Schwerhörige und Gehörlose – direkt in Untertitel um, die nur für den Brillenträger sichtbar eingeblendet werden. Fremdsprache wird vorher noch in eine dem Träger bekannte Sprache übersetzt.

Technische Angaben zu dem Prototyp machte Pichai nicht; unklar bleibt also, welche Teile der Spracherkennung und Übersetzung in der Brille oder im gekoppelten Smartphone ablaufen und was die Cloud per Mobilfunk zuarbeiten muss. Auch zum weiteren Zeitplan – oder zum Namen des Projekts – äußerte sich Pichai nicht.

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