Urheberrecht: Google und Frankreichs Verlage einigen sich auf Richtlinien

Google hat sich mit französischen Verlagen auf Richtlinien zur Lizenzierung von Inhalten geeinigt. Beide sprechen von "wichtiger Etappe".

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(Bild: mentatdgt/Shutterstock.com)

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  • Eva-Maria Weiß

Google und die französischen Verlage haben sich im Urheberrechtsstreit geeinigt: Entsprechend eines ausgehandelten Abkommens wird der Suchmaschinenriese genutzte Inhalte, etwa Vorschauen, vergüten. Dafür stehen nun die Richtlinien fest.

Das tägliche Volumen an publizierten Inhalten eines Mediums soll ebenso wie die monatlichen Leser bei den Verhandlungen um einzelne Verträge mitberechnet werden. Das heißt auch, es gibt keinen übergreifenden Vertrag für alle Verlage. Ausgenommen aus der Regelung sind generell Nachrichtenagenturen und Medien aus der Gewerkschaft der Magazinpresse. Am Verhandlungstisch saß mit Google die französische L'Alliance des la Presse d'Information Générale, die das Ergebnis in einer gemeinsamen Pressemitteilung als Meilenstein betitelt. "Nach monatelangen Verhandlungen ist die Vereinbarung eine wichtige Etappe, die das Recht der Verlage anerkennt und den Beginn einer Vergütung durch digitale Plattformen kennzeichnet", schreibt Pierre Louette, President der Allianz.

Und auch Googles Frankreich-Sprecher, Sébastien Missoffe, erklärt, in dem Abkommen große Chancen für die weitere Zusammenarbeit zu sehen. "Wir sind glücklich, Teil der weiteren Entwicklung im digitalen Zeitalter und bei der Unterstützung des Journalismus zu sein." Das Abkommen entspreche zudem auch dem Vorgehen bei Google News Showcase, wo ebenfalls mit den Verlagen jeweils einzeln Verträge ausgehandelt würden. Laut eines anderen Google-Blogbeitrags bestehen bereits Verträge mit Le Monde, Le Figaro und Libération.

Bei News Showcase zahlt Google ebenfalls mit einzelnen Verlagen ausgehandelte Lizenzgebühren für Beiträge, die auf einer extra-Seite gezeigt werden. Das Projekt ist vergangenes Jahr in Deutschland und Brasilien gestartet.

In Australien sind sich Google und die Regierung nach wie vor nicht einig über ein Lizenzmodell beziehungsweise ein geplantes Mediengesetz, das dieses vorsieht.

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(emw)