VDA-Chefin lehnt Scheuers Vorstoß zum Verbrenner-Ausstieg ab

Das von Verkehrsminister Scheuer geforderte Ausstiegsdatum aus der Verbrennertechnik hält die VDA-Chefin Hildegard Müller für nicht zielführend.

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Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will das Ende des fossil betriebenen Verbrennungsmotors ab 2030 einläuten. VDA-Chefin Hildegard Müller hält davon nichts.

(Bild: dpa)

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  • dpa

In der Debatte darüber, ab 2035 keine fossilen Verbrenner mehr neu zuzulassen, hat sich die Präsidentin des Automobilverbandes VDA, Hildegard Müller, gegen den Vorstoß von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ausgesprochen. Beim Ausstieg aus der Verbrennertechnik könne sie derzeit "keine Diskussion über Jahreszahlen führen", sagte Müller der Süddeutschen Zeitung vom 18. März 2021. Nach derzeitigem Stand der Elektrifizierung des Verkehrs wäre das zu früh.

Scheuer hatte sich zuletzt für ein Ende für Autos mit klassischen Benzin- und Dieselmotoren innerhalb der nächsten 15 Jahre ausgesprochen. Der Verbrenner sei damit aber nicht völlig am Ende, sagte Scheuer mit Blick auf synthetische Kraftstoffe. In Bezug auf diese Sicht sagte Müller: "Nicht der Motor ist das Problem, sondern der fossile Kraftstoff."

Mit Blick auf Forderungen etwa der Grünen, dass Autos ab 2030 abgasfrei sein sollten, gab Müller zu bedenken, dass dann zu dem etwa 30 Millionen Benziner und Diesel verboten werden müssten. "Wer nicht hundertprozentigen Ökostrom laden kann, dürfte auch nicht fahren." Aus diesem Grund brauche es mehr Kraftstoffe aus nachhaltigen Quellen, so die VDA-Präsidentin.

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