Apple M1: VLC Media Player läuft nativ auf ARM-Macs

Als einer der ersten großen Videoabspieler wurde VLC nun für Macs mit Apples M1-Chip angepasst. Das Update bringt auch Verbesserungen für macOS 11 und Windows.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 32 Beiträge
VLC media player in macOS 11

VLC media player in macOS 11 Big Sur.

Von
  • Leo Becker

Neue Macs mit Apple-Chip können VLC Media Player jetzt in einer nativen Fassung beziehen: Das Open-Source-Projekt wird in einer eingeständigen ARM64-Fassung als Version 3.0.12.1 für macOS zum Download angeboten – parallel zur neuen Version 3.0.12 für Intel-Macs.

Der Videoabspieler dürfte in Zukunft auch als Universal-App erscheinen. Man habe eine höhere Versionsnummer gewählt, um einen "automatischen Upgrade-Pfad" zu ermöglichen, schreiben die Entwickler. Besitzer eines ARM-Macs, die bislang schon die Intel-Version des VLC Media Players mit Hilfe der Übersetzungsschicht Rosetta 2 verwendet haben, können auf Version 3.0.12 aktualisieren und sollten dann auch die native Version 3.0.12.1 zum Download angeboten bekommen.

Neben dem nativen Support für Macs mit Apple-Chip – bislang sind das MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini mit Apples M1 – bringt die neue VLC-Version auch visuelle Anpassungen der Bedienoberfläche für macOS 11 Big Sur, wie die Release Notes ausführen. Zudem seien Probleme mit der Bedienoberfläche im Lesezeichen-Fenster behoben worden. Eine verzerrte Audiowiedergabe nach dem Start der Wiedergabe soll unter macOS der Vergangenheit angehören.

Mit VLC steht auf M1-Macs nun ein populärer universeller Video- und Audioabspieler in nativer Form zur Verfügung. Andere Tools wie etwa Plex müssen bislang noch auf Rosetta 2 zurückgreifen. Apples QuickTime Player ist zwar auch angepasst, unterstützt aber nur vergleichsweise wenige Videoformate.

VLC 3.0.12 verspricht auf allen unterstützten Betriebssystemen verbesserten Support für das Streaming-Format Dynamic Adaptive Streaming over HTTP (DASH), das Streaming-Protokoll RIST sowie Bluray-Tracks, betonen die Entwickler. Man habe außerdem Probleme mit Videofiltern und Direct3D11 in Windows ausgeräumt und das Spulen in WMV-Dateien verbessert.

(lbe)