VMware aktualisiert vSphere 7, VMworld findet online und kostenfrei statt

Mit dem Update 1 erweitert VMware vSphere 7 um viele neue Funktionen. Außerdem finden die VMworld USA und Europa erstmals gemeinsam, online und kostenlos statt.

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(Bild: VMware, Inc.)

Von
  • Marian Fischer
  • Dr. Jens-Henrik Söldner

In normalen Zeiten ist VMwares Hausmesse VMworld der Ort, an dem der Hersteller die Neuigkeiten rund um seine Produkte und Dienste verkündet. Dieses Jahr ist vieles anders. Die zwei separaten Termine der VMworld – USA und Europa – werden als ein einziges, virtuelles Event stattfinden, dessen Teilnahme zudem erstmals kostenlos ist.

Für das Kernprodukt vSphere 7 hat VMware bereits im Vorfeld das erste größere Update 1 (U1) angekündigt, das vor allem für die Integration mit Kubernetes erhebliche Erleichterungen mit sich bringt. Bislang mussten Nutzer, die den Kubernetes-Dienst Tanzu auf vSphere 7 aufsetzen wollten, die Cloud Foundation (VCF4) im Vorfeld lizenzieren und installieren, was die Komplexität erheblich erhöht. VMware hat nun auf das Kundenfeedback reagiert und lässt die Voraussetzung fallen: Mit vSphere 7 U1 lässt sich Tanzu unkompliziert auch in einer bestehenden Infrastruktur hinzufügen. Eine Aktualisierung erhält auch der Nachfolger des Update Managers, der LifeCycle Manager: In vSphere 7 U1 kann er nun auch das Netzwerkvirtualisierungs- und Sicherheitsprodukt NSX-T mit Updates versorgen.

Der Hersteller hat zudem die Skalierbarkeit von vSphere stark erweitert, was insbesondere Nutzer großer Datenbanken wie SAP HANA betrifft. In U1 können VMs bis zu 24 TByte RAM und 768 vCPUs konsumieren – eine satte Steigerung zu den Vorgängerversionen vSphere 6.7 U3 und 7.0, bei denen das Maximum noch bei 6 TByte RAM und 256 vCPUs lag. Im Hintergrund hat VMware dabei den CPU Scheduler des ESXi Hypervisors weiter verbessert und den Overhead bei der Speicherverwaltung reduziert. Cluster unter vSphere 7 U1 lassen sich nun 50 Prozent größer betreiben als bislang, statt maximal 64 ESXi Hosts pro Cluster sind nun 96 Hosts erlaubt.

Mit vSphere 7 U1 lassen sich noch einmal deutlich größere VMs aufsetzen.

(Bild: VMware, Inc.)

VMwares hyperkonvergenter und in vSphere direkt integrierter Speicherdienst vSAN verbessert mit vSAN 7 U1 die Unterstützung von Kubernetes-Anwendungen. Außerdem kann die Software nun mit Microsoft Fileshares auf Basis von SMB 2.1 und 3.0 innerhalb der vSAN File Services umgehen.

Unternehmenskunden erhalten ferner die aktualisierte Cloud Foundation 4.1, die die von VMware empfohlene Architektur für Umgebungen darstellt, die die Bedürfnisse von Entwicklern sowie hohe Skalierbarkeit und weitreichende Automatisierung berücksichtigt. Wichtig für den wachsenden Edge-Computing-Markt: VCF 4.1 unterstützt nun sogenannten Remote Cluster. Nutzer können damit mit einem an der Cloud angelehntem Betriebsmodell ihre VMware-Umgebung im Rechenzentrum und in kleineren Edge-Standorten durchgehend und konsistent mit Cloud Foundation verwalten.

Sämtliche neuen Versionen sollen bis spätestens Ende Oktober zum Download bereitstehen. Die jüngst präsentierten Pakete Workstation 16 und Fusion 12 können Nutzer seit dem 15.9. herunterladen. Weitere Neuigkeiten zu VMwares Aktivitäten rund um Cloud, Netzwerk und Sicherheit werden zur VMworld erwartet. Sie findet vom 29. September bis zum 1. Oktober statt, Interessierte können sich für das Update rund um die Produkte und Dienste des Herstellers auf vmworld.com registrieren.

(fo)