VR-Brille HP Reverb G2: 4K-Auflösung und Valve-Linsen für 600 US-Dollar

Die Virtual-Reality-Brille HP Reverb G2 entstand in Zusammenarbeit zwischen HP, Microsoft und Valve. Die Bildqualität soll vergleichsweise hoch ausfallen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 24 Beiträge

(Bild: HP)

Von

Hersteller HP hat seine dritte Virtual-Reality angekündigt. Die Reverb G2 gehört wie die erste Reverb zu Microsofts Windows-Mixed-Reality-Plattform (WMR), entstand jedoch zusätzlich in Partnerschaft mit Valve und ist folglich komplett zu SteamVR kompatibel. Die Auflösung bleibt mit 2160 × 2160 Pixeln pro Auge, also 4320 × 2160 Bildpunkten insgesamt, identisch, jedoch kommen neue LCD-Panels zum Einsatz.

Die zwei 2,89 Zoll großen Displays weisen eine höhere Maximalhelligkeit und besseren Kontrast auf als beim Vorgänger, zudem sinkt die Persistenz – Bewegungen sollen sich flüssiger anfüllen. Die Bildwiederholrate bleibt bei 90 Hertz, das Sichtfeld bei 114 Grad. Die Fresnellinsen zur Lichtbrechung stellen eine gesonderte Entwicklung von Valve dar. HP gibt zu, dass die Reverb (1) einen Grauschleier aufwies, der bei der Reverb G2 behoben sein soll. Der Augenabstand lässt sich über einen Slider zwischen 60 und 68 mm einstellen.

VR-Brille HP Reverb G2 (8 Bilder)

(Bild: HP)

Das Inside-Out-Tracking aus Microsofts WMR-Baukasten verfolgt Kopf-, Spieler- und Handbewegungen mit vier statt zwei Kameras, ohne Hilfe von externen Stationen. Die zwei zusätzlichen Kameras sitzen an den Seiten, sodass die Reverb G2 Controller-Bewegungen auch seitlich nachverfolgt. Die Controller erhalten derweil eine angepasste Form und die Daumen-Touchpads machen Platz für je zwei Tasten. Fingerbewegungen werden anders als bei Valves VR-Brille Index nicht getrackt.

Die Reverb G2 ist mit 550 Gramm ähnlich schwer wie die erste Reverb-VR-Brille, soll sich dank größerer Auflageflächen jedoch bequemer anfühlen. Zudem lässt sich das Befestigungssystem zum einfacheren Abnehmen hinten hochschieben – ein Hochklappen der VR-Brille während der Nutzung sieht HP allerdings nicht vor. Die Lautsprecher übernimmt HP eins zu eins von Valves Index: Sie sitzen nicht direkt auf, sondern befinden sich etwa 10 mm von den Ohren entfernt.

Der Kabelstrang zum Reverb G2 ist 6 m lang und mündet in einem DisplayPort-1.3-Anschluss sowie USB 3.2 Gen 1 Typ C (5 GBit/s) zur Daten- und Stromübertragung. Die 4,5 Watt von USB Typ A genügen nicht mehr. Wer keinen Typ-C-Anschluss mit USB Power Delivery zur Verfügung stehen hat, kann das beiliegende Netzteil samt Adapter verwenden.

HP verkauft die Reverb G2 ab dem Herbst 2020. Der nordamerikanische Preis bleibt mit 600 US-Dollar identisch, sodass die VR-Brille auch die rund 600 Euro der Reverb (1) in Deutschland übernehmen dürfte.

(mma)