VW Tiguan Facelift: Plug-in-Hybrid und R-Modell im Vorlauf

Der überarbeitete VW Tiguan ist jetzt bestellbar, erstmals gibt es das SUV auch als Plug-In-Hybrid und R-Modell.

Lesezeit: 3 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 26 Beiträge

Nun auch als Plug-In-Hybrid erhältlich ist der kommende VW Tiguan.

(Bild: VW)

Von
Inhaltsverzeichnis

Der Vorverkauf des überarbeiteten VW Tiguan hat begonnen: Der Konfigurator ist bereits freigeschaltet, eine Preisliste liegt aber noch nicht vor. Der Tiguan liegt seit Jahren unverändert im Zentrum des Kundengeschmacks und befriedigt den Appetit auf ein noch halbwegs kompaktes SUV mit einer breiten Spanne an Motorisierungen, vielen Optionen und Ausstattungsvarianten. Was einer bedeutenden Minderheit unter den Kunden bisher fehlte, kommt mit seiner Modellpflege rund vier Jahre nach Erscheinen des Tiguan II: Erstmals wird Volkswagen den Tiguan mit Plug-In-Hybridantrieb und als R-Modell anbieten. Die Rolle des batterieelektrischen SUV gleichen Formats wird hingegen dem VW ID.4 zufallen.

Der „Stadtgeländewagen” in der Vier-Meter-Fünfzig-Klasse ist enorm bedeutsam für Volkswagen, er verkauft sich weltweit sogar etwas besser als der VW Golf (Test). Allerdings sind die seit vielen Jahren so beliebten SUV-Modelle mit hohen Verkaufszahlen – vergangenes Jahr setzte Volkswagen global über 910.000 Stück ab – auch eine besondere Herausforderung angesichts der Flottengrenzwerte, die 2020 erstmals in Kraft treten.

VW Tiguan Modellpflege (14 Bilder)

Volkswagen hat die Bestellbücher für den Tiguan geöffnet aber noch keine Preisliste. Der VW Tiguan bekommt mit seiner Modellpflege erstmals einen Hybridantrieb und ein R-Modell.  (Bild: VW)

Bei den neuen Antriebsvarianten konnte Volkswagen auf bereits bewährte Motorisierungen zurückgreifen. Der Plug-In-Hybridantrieb für den Tiguan eHybrid besteht wie im Golf oder Passat GTE (Test) oder dem in China schon seit 2018 verkauften Tiguan Allspace aus einem 1,4 Liter-Ottomotor mit 115 kW und einer ins Doppelkupplungsgetriebe DQ400e eingebauten E-Maschine mit 85 kW, Systemleistung 245 PS. Auf die Reichweite im WLTP von 50 Kilometern zugeschnitten – und damit nicht deutlich größer als für die Mitnahme der Staatsprämie nötig – ist die brutto 13 kWh speichernde Batterie. Rein elektrisch soll er bis zu 130 km/h erreichen.

Wie in Golf und Passat GTE muss der Fahrer eines Tiguan-Hybrid auf einen Allradantrieb verzichten. Hersteller wie BMW oder PSA verteilen die Antriebe auf zwei Achsen – der E-Motor treibt dann die Hinterräder an. In Fachkreisen wird diese Aufteilung P4 genannt.

Beim Tiguan R ist Volkswagen offenbar noch nicht so weit wie beim Hybrid – er ist zunächst nur als „seriennahe Studie” angekündigt. Interessant macht ihn die Ankündigung eines „neu entwickelten Allradantriebs mit Torque-Split” in dem über ein aktiv geregeltes hinteres Differenzial bis zu 100 Prozent der Antriebsleistung (man muss hinzufügen: „dessen, was die Hinterachse über die zentrale Lamellenkupplung zugeteilt bekommt”) an ein Rad verteilen können soll. Dazu wird man den Motor aus dem Golf R (Motorenbaureihe EA888) mit seinen 235 kW bzw. 320 PS und bis zu 400 Nm Drehkraft erwarten dürfen sowie das Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe. Das Sportmodell bekommt unter anderem auch 21-Zoll-Räder, eine andere Bremsanlage, ein adaptives Fahrwerk mit zehn Millimeter Tieferlegung, Sportsitze und -lenkrad sowie weitere spezifische Ausstattungsdetails.

Für alle anderen Modelle wird zunächst der Ottomotor mit 1,5 Liter Hubraum und 96 kW (130 PS) oder 110 kW (150 PS) angeboten, den kräftigen Motor bekommt man wahlweise auch mit Doppelkupplungs-Automatik. Auf die Mildhybridisierung, die beispielsweise in Golf und Leon 1.5 eTSI (Test) eingebaut wird, verzichtet VW hier. Später folgen könnten die bereits bekannten Benziner mit zwei Litern Hubraum und 140 kW (190 PS) oder 169 kW (230 PS).