VW ruft einige e-Up wegen Brandgefahr zurück

Durch eine Beschädigung der Batteriezellen könnte es im Extremfall zu einem Brand kommen. Betroffen sind allerdings nur sehr wenige Fahrzeuge.

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(Bild: Christoph M. Schwarzer)

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  • dpa

Volkswagen ruft wegen Brandgefahr an Batteriezellen einige e-Up-Modelle zurück. Bisher seien keinerlei Zwischenfälle bekannt, man habe sich aber vorsorglich zu der Aktion entschlossen, hieß es am Freitag aus Wolfsburg. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) geht es um 122 Autos, die im vergangenen Jahr gebaut wurden. Darunter sind nach jetzigem Stand 81 e-Up in Deutschland betroffen.

Das KBA überwacht den Rückruf. Es könnten "aufgrund einer Vorschädigung der Batteriezellen" Kurzschlüsse oder Brände auftreten, so die Behörde. Volkswagen kündigte an, die Batterien der überprüften Fahrzeuge auszuwechseln, die im Mai und Juni 2020 hergestellt wurden.

"Im Zusammenhang mit der Batteriefertigung für den e-Up können wir in einzelnen Fällen nicht ausschließen, dass bei einer manuellen Nachkontrolle der Zellmodule möglicherweise einzelne Batteriezellen beschädigt wurden", erklärte der Hersteller weiter. "Infolgedessen kann es beim Betrieb des Fahrzeugs zu einem Isolationsfehler kommen, was in seltenen Fällen zu einem Kurzschluss im Batteriesystem führen kann." In den vergangenen Jahren hatte es auch bei manchen Smartphones oder mobilen Ladegeräten gefährliche Akku-Brände gegeben.

Volkswagen war im vergangenen Jahr regelrecht überrannt worden. VW e-Up, Skoda Citigo iV und Seat Mii electric waren durch die erhöhte Innovationsprämie plötzlich derart gefragt, dass der Konzern nicht mehr liefern konnte. Bis heute lässt sich keiner der drei Elektro-Kleinstwagen bestellen.

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(mfz)