AirPods: Verbesserter Transparenzmodus wohl doch nicht für ältere Geräte

Der Hinweis in der iOS-16.1-Beta sei wohl "ein Fehler", so ein bekannter Apple-Journalist. Nutzer von AirPods Pro und AirPods Max hatten sich Hoffnung gemacht.

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AirPods Max in Benutzung

Person bei der Verwendung der AirPods Max.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Dass Apple älteren Geräten neue Funktionen verpasst, die mit aktuellen Modellen erst eingeführt wurden, kommt nicht sonderlich häufig vor. Entsprechend positiv überrascht waren viele Kunden, als in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass der Konzern offenbar seinen neuen verbesserten Transparenzmodus auch für ältere AirPods nachrüsten möchte. Doch leider scheint dies ein schlichter Bug gewesen zu sein, wie sich nun herausstellte.

Die neue Technik namens "Adaptive Transparency" war mit den AirPods Pro 2 eingeführt worden und sorgt unter anderem dafür, dass besonders laute Geräusche ausgefiltert werden können, obwohl man Sprache in seiner Umgebung weiterhin verstehen kann. In einem Demovideo zeigte Apple unter anderem, dass das angeblich sogar bei lauten Straßenbauarbeiten funktioniert.

Entsprechend hätten sich auch die Käufer der ersten AirPods-Pro-Generation sowie der AirPods Max gefreut, wenn das Feature auch auf diese Geräte käme. In der jüngsten Betaversion von iOS 16.1 gab es sogar entsprechende Hinweise. Darin tauchte ein entsprechender Schalter im Einstellungsmenü auf. Das war umso interessanter, als dass Apple die "adaptive Transparenz" als eine der Neuerungen des bislang nur in die AirPods Pro 2 integrierten H2-Chips beworben hatte. (Der Transparenzmodus ist grundsätzlich nur auf AirPods mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) verfügbar und somit nicht auf den "normalen" AirPods der ersten, zweiten oder aktuellen dritten Generation.)

Allein: Offenbar handelt es sich bei der Freischaltung des neuen Transparenzmodus nur um einen Fehler in der Beta. Davon geht zumindest der bekannte Bloomberg-Journalist Mark Gurman aus. Auf Twitter schrieb dieser am Montag, man habe ihm gesagt, dass es sich bei der Aktivierung "um einen Bug" handelt. Ob dies technische Gründe hat – wegen besagtem fehlenden H2-Chip – oder Apple schlicht eine marketingtechnische Absetzung der Modelle wünscht, bleibt unklar. Aktiv war das Feature sowieso nur, wenn auch eine passende Firmware auf den Geräten war – und auch dann soll es sich regelmäßig wieder abgeschaltet haben.

Immerhin wird es eine neue Funktion der AirPods Pro 2 auch auf den älteren Geräten geben: Das sogenannte personalisierte 3D-Audio. Dabei nutzt Apple ein aktuelles iPhone, um einen 3D-Scan der Hörmuschel des Benutzers durchzuführen, womit Spatial Audio an das jeweilige physische Ohr besser angepasst werden soll. Das funktioniert auch auf den AirPods Pro 1, den AirPods Max sowie den AirPods 3.

Update

Apple hat den "Adaptive Transparency"-Schalter in der jüngsten Beta 4 von iOS 16.1, die in der Nacht zum Mittwoch erschienen ist, für AirPods Pro 1 und AirPods Max wieder entfernt. Damit scheint sich die Bug-Theorie zu bestätigen.

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(bsc)