Verbraucherzentralen warnen vor ING-Phishing und Telefonbetrug

Eine aktuelle Phishing-Welle sieht es auf die Zugangsdaten von ING-DiBa-Kunden ab. Betrüger geben sich am Telefon als Kanzlei der Verbraucherzentrale aus.

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(Bild: evkaz/Shutterstock.com)

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Derzeit haben Cyberkriminelle es auf Zugangsdaten von ING-DiBa-Kunden abgesehen. Zudem geben sich Telefonbetrüger als "Kanzlei der Verbraucherzentrale" aus und versuchen, potenziellen Opfern Geld abzuluchsen. Davor warnen die Verbraucherzentralen.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt vor Anrufern, die sich als "Kanzlei der Verbraucherzentrale" ausgeben. Im konkreten Fall habe das Opfer 7.000 Euro Schulden bei einer Lotteriefirma angehäuft. Der Betrüger bot einen Vergleich an: Nach Zahlung von 2.000 Euro auf ein bestimmtes Konto sei die Sache erledigt. Dies sollen Angerufene keinesfalls machen. Die Verbraucherzentrale Nidersachens weist darauf hin, dass diese Anrufe nicht von ihr stammen.

Aber auch im Posteingang können bösartige Mails mit betrügerischen Absichten lauern. Seit Anfang der Woche beobachtet die Verbraucherzentrale Phishing-Mails, die Kunden der ING zum Ziel haben.

Mit dieser Phishing-Mail wollen Betrüger an die Zugangsdaten von ING-Kunden gelangen.

(Bild: verbraucherzentrale.de)

In etwas radebrechendem Deutsch behaupten die Betrüger in der Mail, dass die Online-Banking-App ING-DiBa-To-Go bis zum 28.11.2022 aktualisiert werden müsste. Dies würde die Überweisungen noch sicherer machen. Ein Link in der Mail soll zur Aktualisierung der App führen.

Allerdings landen die potenziellen Opfer auf einer Webseite, die die Zugangsdaten der Nutzerinnen und Nutzer verlangt. Geben Mail-Empfänger die dort ein, landen sie unverschlüsselt direkt in den Händen der Betrüger. Diese können damit weiteren Schaden einrichten, führt die Verbraucherzentrale weiter aus.

Bei Zweifeln an der Echtheit einer Mail sollten sich die Empfänger bei ihrer Bank rückversichern und gegebenenfalls ihre Ansprechpartner kontaktieren.

Die Kreativität von Kriminellen scheint grenzenlos. So musste die Verbraucherzentrale vergangenen Monat etwa vor gefälschten Brennholz-Shops warnen.

(dmk)