Verkehrsminister Scheuer will das Fahrrad für lange Strecken attraktiver machen

Lückenschlüsse, breite Radwege und bessere Oberflächen, moderne Raststätten, Fahrradabstellanlagen und eine Datenbank soll das nationale Radwegenetz bekommen.

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Radeln vor der Dicken Berta.

(Bild: ADFC)

Von
  • Andreas Wilkens

"Ich möchte, dass das Fahrrad auch für lange Strecken noch attraktiver wird. Deswegen starten wir heute ein neues Förderprogramm für den Ausbau der überregionalen Fernwege des Radnetzes Deutschland", kündigte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer an. Dafür nimmt er 45 Millionen Euro in die Hand.

Entlang der Strecken sollen damit Lückenschlüsse, Radwege und bessere Oberflächen gefördert werden sowie moderne Raststätten oder Fahrradabstellanlagen. Auch soll es eine Radnetzdatenbank geben, auf die App-Entwickler und -Entwicklerinnen zugreifen können sollen. Radfahrende könnten sich so künftig über die für sie beste Route informieren.

Die Datenbank soll Informationen zu Streckenverläufen und über die Qualität und die Art der Radrouten geben; also ob der Radweg barrierefrei ist, gut ausgebaut oder ausgeschilderter Waldweg oder mit Baustellen zu rechnen ist. Die technischen Voraussetzungen dafür hat Rheinland-Pfalz abgestimmt mit dem Bundesverkehrsministerium koordiniert.

Ziel des Förderprogramms ist es, länderübergreifend ein sicheres, lückenloses und attraktives Netz aus national bedeutenden Radfernwegen auszubauen und Deutschland zum Fahrradland für Alltag, Freizeit und Tourismus zu machen. Die Radwege sollen sich außerdem in das europäische Veloroutennetz einfügen.

Das Radnetz Deutschland besteht aus dem Radweg Deutsche Einheit, dem Iron Curtain Trail und den zwölf D-Routen. Zum Beispiel führt der Ostseeküsten-Radweg (D-Route 2) über 9000 Kilometer durch neun Länder entlang der Ostsee von Flensburg bis an die polnische Grenze. Über den Radweg Deutsche Einheit geht es radwärts von Bonn nach Berlin oder umgekehrt.

Antragsberechtigt sind Kommunen oder andere Institutionen. Die Arbeiten für das Radwegenetz werden mit bis zu 75 Prozent, bei finanzschwachen Kommunen und strukturschwachen Regionen mit bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt. Zum Vergleich: Für den Erhalt des von Autos befahrenen Bundesfernstraßennetzes veranschlagte das Ministerium 4,2 Milliarden Euro.

(anw)