Verkehrsministerium BaWü: Luftfiltersäulen am Neckartor wirken

Die Stickoxidbelastung blieb in Stuttgart trotz Fahrverboten hoch. Die von der Stadt aufgestellten Luftfilter können sie lokal um rund 9 Prozent senken.

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Kombinierter Luftreiniger für Partikel und Stickoxide am Stuttgarter Neckartor

(Bild: Mann+Hummel)

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  • dpa

Der Einsatz von Luftfiltersäulen am Stuttgarter Verkehrs-Hotspot Neckartor zeigt einer Studie zufolge Wirkung. Die wissenschaftliche Begleituntersuchung des Ende 2018 gestarteten Pilotprojekts belege, dass die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub maßgeblich habe gemindert werden können. Das teilte das Verkehrsministerium von Baden-Württemberg am Donnerstag (6. August 2020) mit.

"Die Luftfiltersäulen in Stuttgart am Neckartor tragen wesentlich mit dazu bei, dass diese Messstation nun nicht mehr zu den am höchsten belasteten Messstationen in Deutschland zählt", sagte Minister Winfried Hermann (Grüne). "Für mich ist das ein großer Erfolg."

Veröffentlicht wurde der Bericht vom Ludwigsburger Filterspezialisten Mann+Hummel, der die 23 Säulen auch aufgestellt hat. Neben dem Land war außerdem die Stadt Stuttgart an dem Projekt beteiligt. Laut Studie wurde bei Stickstoffdioxid im Mittel eine Minderung um 9 Prozent der Belastung erreicht, bei Feinstaub um mehr als 10 Prozent.

Die Filtersäulen sind nur ein Teil einer ganzen Reihe von Maßnahmen, die dazu dienen sollen, die NO2-Belastung in Stuttgart insgesamt unter den EU-Grenzwert zu drücken. Zusätzlich gibt es Fahrverbote für Diesel-Autos, einen luftreinigenden Straßenbelag, auch eine Busspur wurde eingerichtet.

Kritiker wie die Deutsche Umwelthilfe hatten wiederholt bemängelt, dass eine nachträgliche Reinigung der Luft die Probleme nicht langfristig löse. Dafür müssten die Autos sauberer werden.

(fpi)