Versionskontrolle: Git-Client Tower 7 für Mac stellt Commits auf neue Füße

Version 7 des Tools zur Arbeit mit Git erweitert den Kontext für Commits durch direktes Referenzieren von Issues, anderen Commits und Dateien.

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(Bild: jaroslava V/Shutterstock)

Von
  • Silke Hahn

Version 7 der Mac-Ausgabe des Desktop-Git-Client Tower ist erschienen. Das neue Release bringt wesentliche Änderungen im Workflow für Commits, die die Tower-Nutzerinnen und -Nutzer nun offenbar mit mehr Kontext versehen können. Issues, andere Commits und Dateien sollen sich laut Ankündigung im Git-Tower-Blog in Version 7 für Mac direkt referenzieren lassen. Außerdem bietet das Release eine Such- und Autovervollständigungs-Option an, wenn man # eintippt: Das soll sowohl im Subject- als auch im Body-Feld funktionieren und auch für Suchbegriffe wie closes/fixes/resolves gelten.

Wer diese neue Funktion nutzen möchte, muss zuvor ein Service-Konto in der Serviceansicht einrichten. Danach bietet Tower darin vorhandene Einträge aus dem GitHub- beziehungsweise GitLab-Konto der Nutzerinnen und Nutzer zur Auswahl und Ergänzung an. Commit-Referenzen lassen sich zudem durch die Eingabe von c durchsuchen und automatisch vervollständigen. Um aus der aktuellen Arbeitskopie heraus gezielt eine veränderte Datei zu referenzieren, ist die Eingabe von Backslash \ offenbar der schnellste Weg. Der einfache Slash / hingegen öffnet eine Übersicht über die verfügbaren Befehle und macht Vorschläge zum Vervollständigen.

Neu in den Einstellungen von Tower 7 ist ein Menüeintrag namens Editor: Hierüber können Nutzerinnen und Nutzer die Zeichenzahl für Subject und Body von Commit-Nachrichten begrenzen und eine Methode des Zeilenumbruchs festlegen (weicher oder harter Wrap). Alternativ zum bisherigen sogenannten fixup und squash von Git Actions dürfen Commit-Nachricht mit dem Schlagwort fixup! beziehungsweise squash! beginnen. Das Tool lässt sie dann dem Blogeintrag zufolge für die Aktion aus den bestehenden Commits auswählen. Für alle, die noch nie mit Tower gearbeitet haben, gibt es in der Dokumentation Hilfestellungen zum Umgang mit dem Git-Client.

Auch im Bereich der Usability sind einige Änderungen zu verzeichnen. Unter anderem soll sich die Durchführung von Workflows beschleunigen lassen: Die Eingabe von Enter im Subjekt-Feld führt unmittelbar ins Body-Feld, und dieses Feld erlaubt nun das Scrollen sowie das Anpassen seiner Größe.

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Weitere Hinweise lassen sich der Ankündigung im Git-Tower-Blog entnehmen, der zu Download-Quellen verlinkt. Zu Tower gibt es eine kostenlose Testversion für macOS und für Windows, und für eingeschriebene Studenten sowie Lehrpersonal an Bildungseinrichtungen ist laut Anbieter die Nutzung von Tower Pro kostenlos möglich.

(sih)