Versionsverwaltung: GitLab 14.1 erweitert die Anbindung an Kubernetes

GitLab Runners lassen sich direkt an Kubernetes-Cluster anbinden, und die Plattform ermöglicht das Erstellen und Teilen von Helm-Charts.

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(Bild: Gorodenkoff/Shutterstock.com)

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  • Rainald Menge-Sonnentag

Einen Monat nach der letzten Hauptversion hat GitLab nun Version 14.1 der Versionsverwaltungsplattform veröffentlicht. Die Neuerungen finden sich vor allem in den kommerziellen Varianten und zielen unter anderem auf die Anbindung an Kubernetes. Andere Ergänzungen wie Anforderungen zu Test-Coverage bei Merge Requests zielen auf die Qualitätssicherung.

Die Anbindung an Kubernetes hatte GitLab bereits in Version 13.11 verbessert. Seitdem kümmert sich der GitLab-Kubernetes-Agent um die Pull-basierte Verteilung von Software und das Einbinden von Netzwerk-Security-Vorgaben. Nun erweitert die Plattform die Integration auf die CI/CD-Prozesse (Continuous Integration, Continuous Delivery) über GitLab Runners. Ein CI/CD-Tunnel kümmert sich um deren Anbindung an das Kubernetes-Cluster und nutzt dafür den GitLab-Kubernetes-Agenten. Damit erübrigt sich das Öffnen der Firewall für den Cluster.

Ebenfalls auf das Zusammenspiel mit Kubernetes zielt die Einbindung von Helm-Charts. Helm ist ein Paketmanager für Kubernetes, und die Paket-Registry von GitLab nimmt neben den Paketen anderer Paketmanager beziehungsweise Formate wie npm, NuGet, PyPI, Maven und Composer neuerdings Helm-Pakete auf. Während der CI/CD-Tunnel den kommerziellen Varianten vorbehalten ist, lassen sich Helm-Charts ebenso in der Free-Variante von GitLab erstellen, veröffentlichen, teilen und verwalten.

Über die neu eingeführten Escalation Policies legen Teams fest, dass Alerts automatisch die nächste Eskalationsstufe nehmen, wenn sich in einem vordefinierten Zeitraum keiner auf der aktuellen Ebene des Problems annimmt.

Der Approval-Rule-Dialog erlaubt die Konfiguration für einen Coverage-Check als Anforderung für Merge Requests.

(Bild: GitLab)

Um die Testabdeckung für Projekte auf ausreichend hohem Niveau zu halten, können Teams eine Regel festlegen, die bei einem Merge Request einen Coverage-Check erfordert. In Grundzügen war die Funktion bereits in Version 14 vorhanden, aber mit dem aktuellen Release lässt sie sich umfassend konfigurieren.

Die Ultimate-Variante kann zudem neuerdings externe Statusüberprüfungen für Merge Requests einbinden, um beispielsweise Zugriffsrechte zu prüfen. Außerdem zeigt der neue Tab Changes in GitLab Ultimate an, welche Zeile im Source eine Verletzung der Codequalität darstellt. Der Tab fasst somit die Informationen aus der Diff-Ansicht und der Merge-Request-Seite kompakt zusammen.

Verletzungen der Codequalität lassen sich im aktuellen Release übersichtlicher darstellen.

(Bild: GitLab)

Weitere Neuerungen in GitLab 14.1 finden sich in der offiziellen Ankündigung. Dort ist auch erkennbar, welche neuen Funktionen jeweils für die Varianten Free, Premium und Ultimate verfügbar sind.

(rme)