Versionsverwaltung: GitLab 14.7 öffnet Group Access Tokens für alle Nutzer

Das neue GitLab-Release macht Group Access Tokens auch für SaaS-Nutzer verfügbar. Für die Ultimate-Editionen gibt es Neuerungen im Umgang mit Audit Events.

Lesezeit: 3 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen

(Bild: zffoto / Shutterstock.com)

Von
  • Maika Möbus

GitLab ist in Version 14.7 erschienen. Das Januar-Release der monatlich aktualisierten Versionsverwaltungsplattform hat über 25 Änderungen im Gepäck, sowohl für Nutzer der freien als auch der kostenpflichtigen Editionen. So lassen sich nun über alle Versionen hinweg Labels direkt auf der Edit Label-Seite löschen. Das gilt für Admin-, Projekt- und Gruppen-Labels und befreit GitLab-Nutzer von der Notwendigkeit, eine lange Liste an veralteten (deprecated) Labels beizubehalten.

Bislang waren Group Access Tokens nur für selbstverwaltete Instanzen verfügbar, in GitLab 14.7 stehen sie auch Nutzern der SaaS-Versionen zur Verfügung. Sie ähneln Project Access Tokens und Personal Access Tokens – mit dem Unterschied, dass sie sich auf eine Gruppe beziehen. Ihre Vergabe ermöglicht das Verwenden eines einzelnen Tokens, um Aktionen für Gruppen auszuführen und Projekte innerhalb einer Gruppe zu verwalten. Nach ihrer Konfiguration ermöglichen sie ein passwortfreies Anmelden durch Eingabe eines beliebigen nicht-leeren Wertes. Ab der Version GitLab 14.2, die im vergangenen August erschien, lassen sich Group Access Tokens zusätzlich dafür nutzen, Git über HTTPS zu authentifizieren.

GitLab 14.7 ermöglicht allen Nutzergruppen das Erstellen von Group Access Tokens mittels UI.

(Bild: GitLab)

Neu ist auch die Art der Token-Vergabe: War zuvor die Rails-Konsole nötig, gelingt das im neuen Release auch via GitLab-API und User Interface (UI), wie die Dokumentation zeigt.

GitLab 14.7 eröffnet für Ultimate-Nutzerinnen und -Nutzer der selbstverwalteten oder SaaS-Version neue Möglichkeiten für das Streamen von Audit Events: Sie lassen sich nun zu einem beliebigen Ziel streamen, wodurch sie sich etwa mit anderen Data Streams korrelieren lassen sollen. Als weitere Einsatzmöglichkeiten nennt das GitLab-Team das Verwalten eines Backups von Audit Events oder das Erstellen einer eigenen Automatisierung, die im Falle des Eintretens eines spezifischen Audit Events auslöst.

Mit GitLab 14.7 steht auch der GitLab Runner in Version 14.7 für alle Nutzergruppen bereit. Er fügt dem GitLab Runner Helm Chart ein interaktives Web-Terminal hinzu. Ebenfalls alle Nutzer betreffend gibt es eine Neuerung für den Kubernetes-Agenten, der seit Version 14.5 auch für Nutzer der kostenfreien Editionen verfügbar ist: Ein registrierter GitLab-Agent für Kubernetes lässt sich nun mittels GitLab-UI entfernen, anstatt wie bisher die GraphQL-API nutzen zu müssen. Dann widerruft GitLab die Tokens und die Verbindung stoppt sofort.

Alle weiteren Informationen zum neuen Release sind dem GitLab-Blog zu entnehmen.

(mai)