Verteilte Datenbank: CockroachDB 22.1 mit schnellerem Start und Prototyping

Alles neu bei der verteilten SQL-Datenbank CockroachDB: Im eigenen Blog kündigt Cockroach Labs unter anderem besseres Prototyping und eine neue Cloud-API an.

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(Bild: Graphics Master/Shutterstock.com)

Von
  • Frank-Michael Schlede

Die Entwickler in den Cockroach Labs erweitern mit der nun angekündigten Version 22.1 die Möglich- und Fähigkeiten ihrer verteilten, Cloud-nativen SQL-Datenbank CockroachDB. Als einen aus ihrer Sicht besonders wichtigen Pluspunkt heben sie hervor, dass Entwickler mit der Datenbank jetzt besonders schnell in das Prototyping einsteigen können. So sollen sie ihren Cluster mit dem neuen Command Line Interface (CLI) für CockroachDB Dedicated und CockroachDB Serverless direkt von der Kommandozeile aus verwalten können.

Neben dem neuen Kommandozeilenprogramm gibt es noch weitere Neuerungen bei CockroachDB Serverless. Dazu gehören die einfachere Verbindung zu den jeweiligen Apps, mehr Cloud-Regionen und umfassendere Überwachung. Zudem bietet CockroachDB eine Vorschau auf die Unterstützung von Time to Live (TTL) für Tabellenzeilen. Dieser Mechanismus wird auch als Row-Level-TTL bezeichnet. Dabei gelten Zeilen aus einer Tabelle als "abgelaufen" und können automatisch gelöscht werden, wenn sie länger als eine bestimmte Ablaufzeit gespeichert wurden.

Neues Feature in der Version 22.1 der CockroachDB: Entwickler können Cluster direkt von der Kommandozeile aus verwalten (Bild: Cockroach Labs).

Das Team von Cockroach Labs weist allerdings darauf hin, dass es sich bei diesem Feature aktuell noch um eine Vorschau handelt, da es möglicherweise noch nicht alle Funktions- und die Leistungsanforderungen einer übergebenen Arbeitslast erfüllen kann. Die Webseite zu Time to Live listet die noch geltenden Einschränkungen detailliert auf.

Mit der Version 22.1 von CockroachDB können Entwickler nun auch die Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung Ihrer Cluster mithilfe einer neuen Cloud-API für CockroachDB Dedicated und CockroachDB Serverless umsetzen. Es handelt sich dabei um eine REST-Schnittstelle, die den Entwicklern einen Zugang zur Verwaltung des Lebenszyklus von Clustern innerhalb Ihrer Organisation ermöglicht.

Weitere Neuerungen betreffen das Überwachen und die Organisation der Datenbank. So soll Programmierern eine einfachere Fehlersuche und Optimierung der Abfrage-Performance durch Indexempfehlungen mit Einblicken in Konflikte und Hash-Sharded-Indizes zur Verfügung stehen. Sie können die Monitoring-Seite, auf die sie auf CockroachDB Dedicated Cluster zugreifen, jetzt in einer einzigen Konsole mit Unterstützung für Datadog einsehen und verwenden. Entwickler sollen mit der neuen Integration sowohl die CockroachDB überwachen als auch Warnmeldungen einrichten können, und Performance-Metriken der Datenbank lassen sich mit den Performance-Metriken der Anwendungen korrelieren.

Ein neues Feature mit der Bezeichnung "Super Regions" erlaubt es den Entwicklern, ihre Daten in bestimmten geografischen Regionen aufzubewahren. Damit will das Cockroach-Team Bedenken bezüglich der Datenverlagerung in nicht erwünschte Gebiete ausräumen. Mit Super Regions können Programmierer zudem mehrere Cloud-Regionen zu einem größeren geografischen Gebiet zusammenfassen und auf diese Weise sicherstellen, dass die Daten das Gebiet selbst bei einem Ausfall einer Region nie verlassen. Die Funktion kann den Aufwand besonders für Teams, die beim Betrieb multiregionaler oder multinationaler Anwendungen entsprechende Datenvorschriften beachten müssen, erheblich reduzieren. In der aktuellen Version 22.1 steht Super Regions aktuell allerdings noch als Vorschau zur Verfügung.

Alle Änderungen, Erweiterungen und neuen Funktionen können interessierte Entwickler in den Release-Notes aufgelistet finden. Dort stehen auch die entsprechenden Downloads bereit. Ein Community-Slack zum Gedankenaustausch bietet Cockroach Labs ebenfalls an.

(fms)