ViacomCBS: Video-Streaming-Dienst Paramount+ soll am 4. März starten

ViacomCBS schickt nun Paramount+, der auf CBS All Access basiert, ins Rennen, um mit Netflix & Co. zu konkurrieren.

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(Bild: metamorworks/Shutterstock.com)

Von
  • Oliver Bünte

ViacomCBS will seinen Video-Streaming-Dienst Paramount+ am 4. März starten. Wie der Medienkonzern mitteilte, erfolgt der Start zunächst in den USA und Lateinamerika. In Kanada werde CBS All Access in Paramount+ umbenannt. Nach Europa soll Paramount+ am 25. März kommen, jedoch zunächst nur in skandinavischen Ländern wie Norwegen, Finnland, Schweden und Dänemark. Mitte 2021 soll der Streaming-Dienst dann auch in Australien starten.

Unklar ist, wann ViacomCBS Paramount+ in Deutschland anbieten wird. In der Mitteilung zum Start des Streaming-Dienstes heißt es lediglich allgemein zu einer Expansion, dass „ein erweitertes Angebot später im Jahr verfügbar sein wird“ – ohne dabei weitere Länder zu nennen.

Das Angebot von Paramount+ dürfte weitgehend eine erweiterte Version von CBS All Access sein, einem Streaming-Dienst, den der Konzern bereits im Oktober 2014 zunächst in den USA gestartet und dann nach Kanada gebracht hatte. Eine Umbenennung stand bereits im Mai 2020 im Raum.

Bei Paramount+ wird ViacomCBS weitgehend auf den eigenen Katalog an Serien und Filmen zurückgreifen, darunter auch Star-Trek-Filme und -Serien. Viacom und CBS hatten sich 2006 getrennt und dabei die Star-Trek-Rechte aufgeteilt. Nach der erneuten Fusion 2019 zu ViacomCBS liegen die Rechte nun wieder komplett bei dem Konzern. Bislang hat ViacomCBS die Streaming-Rechte an den Star-Trek-Filmen und -Serien an andere Streaming-Dienste lizenziert. Neben Amazon Prime Video (Star Trek: Picard) zeigt vor allem Netflix neue und alte Star-Trek-Serien, bis hin zu Star Trek: Discovery.

Unklar ist, ob das in Zukunft so bleiben wird oder sich Paramount+ nach dem Auslaufen der Verträge die umsatzträchtigen Inhalte exklusiv vorbehält. Denn es dürfte schwierig werden, ohne solch gewinnträchtigen Inhalte im derzeit hart umkämpften Streaming-Markt Fuß zu fassen und sich ein ordentliches Stück vom Video-Streaming-Kuchen abzuschneiden.

So hat auch Disney+ gezeigt, dass es gut sein kann, die hauseigenen Inhalte nicht mehr an andere Streaming-Anbieter zu lizenzieren, um die Kunden an das eigene Angebot zu binden. Das ist zwar für die Unternehmen gut, Kunden müssen aber so mehrere Abos bei verschiedenen Anbietern abschließen, um in den Genuss bestimmter Filme und Serien kommen zu können.

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Darüber hinaus sollte Paramount+ wie bisher CBS All Access auch Sport-Veranstaltungen wie die NFL streamen und zumindest in den USA und Kanada lokale Inhalte. Ebenso hatte ViacomCBS im letzten Jahr Eigenproduktionen wie "The Offer" und "Lioness" angekündigt, die auf dem neuen Streaming-Dienst laufen dürften. Insgesamt kann der Konzern auf Filme und Serien unter anderem der Marken Paramount Pictures, CBS, Comedy Central, MTV Nickelodeon und Showtime zurückgreifen.

Details über Paramount+ will ViacomCBS am 24. Februar mitteilen. Dann dürften wohl auch Preise für den Dienst genannt werden. (olb)