Viele Bürger wünschen sich höheres Tempo bei Verkehrs- und Energiewende

Der Mehrheit von rund 6800 Befragten laufen Verkehrs- und Energiewende zu langsam. Die meisten wünschen mehr Photovoltaik, die Hälfte ist für ein Tempolimit.

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Strom von den Dächern ist offenbar der am wenigsten strittige Teil der Energiewende: 90 Prozent finden Photovoltaik gut.

(Bild: Frerk Meyer, CC BY-SA 2.0)

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  • dpa

Die Verkehrs- und Energiewende geht vielen Menschen in Deutschland zu langsam. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie im Rahmen des Kopernikus-Projekts Ariadne von rund 25 Forschungseinrichtungen.

Demnach wünscht sich mehr als die Hälfte der befragten rund 6800 Menschen in Deutschland mehr Tempo beim Wandel, hieß es in dem heute veröffentlichten Sozialen Nachhaltigkeitsbarometer, das vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Zusammenarbeit mit Forsa durchgeführt wurde. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium gefördert.

73 Prozent der Befragten halten es den Angaben zufolge für notwendig, den Energieverbrauch in Haushalten zu reduzieren, um die Energiewende voranzutreiben. Mehr als ein Drittel wäre grundsätzlich bereit, für den Klimaschutz höhere Steuern auf umweltschädliche Produkte zu akzeptieren. Mehr als ein Drittel sieht zudem die Bürokratie als eines der größten Probleme und eine der größten Herausforderungen bei der Umsetzung der Energie- und Verkehrswende.

90 Prozent der Befragten befürworteten den Ausbau von Solaranlagen auf Hausdächern. Die Anschaffung eines Elektro-Autos können sich 47 Prozent vorstellen. Die Hälfte lehnt eine Pkw-Maut oder höhere Parkgebühren ab, befürwortet aber ein Tempolimit auf Autobahnen.

Das Kopernikus-Projekt Ariadne ist als Verbund von mehr als 25 Instituten organisiert und wird vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geleitet.

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Die Erhebung erfolgte im Zeitraum vom 18. März bis 12. April 2021. Die Nettostichprobe aus 6822 Personen entspricht den Anforderungen an Repräsentativität. Als Grundgesamtheit gelten alle in Privathaushalten lebenden deutschsprachigen Personen ab 18 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland.

(fpi)