Virtuelle Dates: Tinder testet Funktion für Videoanrufe

"Face to Face Video" heißt die neue Tinder-Funktion bei der Dates virtuell per Videoanruf direkt in der App stattfinden sollen.

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Tinder testet eine Videofunktion. Mit "Face to Face Video" sollen virtuelle Dates innerhalb der App möglich werden. Zunächst stehen die Anrufe aber nur in einigen Ländern und auch nicht allen Personen zur Verfügung.

Um jemanden von Angesicht zu Angesicht auf dem Handy sehen zu können, müssen beide Seiten zunächst gematcht haben und dem Anruf zustimmen, dafür gibt es ein Videosymbol im Chat. Erst wenn beide den Videochat aktiviert haben, informiert Tinder sie darüber und schaltet die Funktion frei. Man kann sie aber auch jederzeit wieder deaktivieren. Bei den Anrufen zeigt die App beide Parteien in gleicher Größe übereinander an. So soll jeder sicherstellen können, dass er gut ausschaut und zugleich den eigenen Hintergrund kontrollieren können, damit nichts zu sehen ist, was besser nicht zu sehen sein sollte, heißt es in einer Pressemitteilung von Tinder.

Um die Sicherheit zu erhöhen, muss jeder Nutzer den Tinder-Richtlinien zustimmen. Gewisse Körperteile dürfen nicht einfach in die Kamera gehalten werden, Nacktheit ist generell verboten, Rassismus, Mobbing und Hass ebenfalls. Nach jedem Anruf fragt Tinder, ob alles in Ordnung war. Man muss auch entscheiden, ob man weitere Anrufe von der Person zulässt. Die Gespräche werden nicht aufgezeichnet.

"Face to Face Video" können derzeit Nutzer in 13 Ländern, darunter die USA, Australien und Frankreich, testen. Wann Deutschland dazu kommt, ist bisher unklar. Tinder erklärt aber auch, dass die Funktion unabhängig von Corona Bestand haben soll – "Videoanrufe werden bleiben". Eilige Liebessuchende müssen also hierzulande noch auf andere Videodienste ausweichen, den Spaziergang mit Abstand im Park verabreden oder sich in Geduld üben. Manchmal lohnt sich das Warten ja.

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Tinder gibt es seit 2012. Die App ist inzwischen mehr als 340 Millionen Mal heruntergeladen worden, aktuell sind nach eigener Aussage sechs Millionen Menschen aktiv. Der Dienst steht in 190 Ländern und in 40 Sprachen zur Verfügung.

(emw)