Visual Studio Code Extensions: Makefiles für C++ und TensorBoard für Python

Eine neue Erweiterung des C++-Teams soll das Bearbeiten und Verwenden von Makefiles vereinfachen, und die Python-Erweiterung integriert TensorBoard.

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(Bild: Phonlamai Photo/Shutterstock.com)

Von
  • Rainald Menge-Sonnentag

Für Microsofts quelloffenen Sourcecode-Editor sind zwei Erweiterungen erschienen beziehungsweise aktualisiert worden, die spannende Neuerungen an Bord haben. Die Python Extension bringt im Februar-Release eine Integration für das Data-Science-Dashboard TensorBoard mit. Das C++-Team hat derweil eine zusätzliche Erweiterung für Makefile-Projekte veröffentlicht.

Das im aktuellen Release der Python Extension integrierte TensorBoard ist ein Visualisierungswerkzeug, das zum Machine-Learning-Framework TensorFlow gehört. Es kann unter anderem Berechnungsgraphen visualisieren und die Abläufe in TensorFlow darstellen. Darüber hinaus bietet es Funktionen zum Tracken von Metriken wie der Verlustfunktion. Mit Histogrammen lässt sich darstellen, wie sich Gewichtungen, Biases und andere Tensoren über das Training verändert haben.

Durch die Integration von TensorBoard lassen sich ML-Prozesse direkt im Sourcecode-Editor visualisieren.

(Bild: Microsoft)

Entwicklerinnen und Entwickler starten das TensorBoard über den Befehl Python: Launch TensorBoard in der Befehlspalette von Visual Studio Code. Anschließend können sie das Verzeichnis zum Speichern der Log-Dateien auswählen. Das Tool erscheint in einem separaten Fenster, und Visual Studio Code verwaltet seinen Lebenszyklus.

Auch wenn die Integration derzeit an die Python Extension gebunden ist, wäre mittelfristig eine eigene Erweiterung denkbar. Die Integration mit Jupyter Notebooks startete ebenfalls 2019 innerhalb der Python Extension und ist seit Ende 2020 separat verfügbar.

Das C++-Team hat Werkzeug für den Umgang mit Makefiles veröffentlicht, das derzeit noch als Preview gekennzeichnet ist. Die Erweiterung Makefile Tools ergänzt die C/C++ Extension. Sie bietet unter anderem automatische Syntaxhervorhebung über IntelliSense und direkte Befehle für das Bauen, Debuggen und Starten von Makefile-basierten Projekten.

Die Extension listet die Ziele für den Build-Prozess auf.

(Bild: Microsoft)

Nach dem Installieren und Aktivieren sucht die Erweiterung ein Makefile im Wurzelverzeichnis des Projekts. Alternativ können Entwicklerinnen und Entwickler manuell den Pfad festlegen, der die Datei enthält. Standardmäßig nutzt die Extension das Makefile ebenso wie der auf der Kommandozeile ausgeführte Befehl make. Über eine Konfigurationsdatei lassen sich in makefile.configurations zusätzliche Parameter angeben, wie in folgendem Beispiel aus dem Microsoft-Entwicklerblog:

"makefile.configurations": [
    {
        "name": "littlekernel",
        "makeArgs": ["PROJECT=armemu-test"]
    }
]

Das Projekt befindet sich noch in der frühen Phase, und das Team hat eine Liste von gut 70 bekannten Open-Source-Projekten wie Wine, Redis, VLC, PostgreSQL und dem Linux-Kernel zusammengestellt, mit denen die Erweiterung zusammenarbeitet.

Weitere Details lassen sich den Blogbeiträgen zu Makefile Tools und zum Februar-Release der Python Extension entnehmen. Beide Tools stehen kostenfrei im Marketplace für Visual Studio Code zur Verfügung. Der Sourcecode findet sich in den Repositories vscode-makefile-tools und vscode-python auf GitHub.

(rme)