Vite.js 2.0 erschienen: JavaScript-Werkzeug ist reif für den Produktivbetrieb

Dass auch JavaScript eine ausgesprochen schnelle Entwicklung ermöglicht, beweist Vite – ein neues Projekt des Teams um Vue.js-Schöpfer Evan You.

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(Bild: The Viz / Shutterstock.com)

Von
  • Alexander Neumann

Vite.js, das Entwicklungs- und Build-Werkzeug aus dem Umfeld der Vue.js-Entwickler, ist schon letzte Woche in Version 2.0 erschienen. Zugleich hat es nun einen ausreichenden Reifegrad erreicht, sodass sich das in der Webentwicklung mit JavaScript eingesetzte Tool nun auch in Produktivszenarien eignen soll.

Ende Dezember war die Version 1.0 gestoppt worden, da sie wohl nicht den Ansprüchen der Entwickler genügte. Daraus wurde dann ein Release Candidate gemacht. Laut Vue.js-Schöpfer Evan You war die Plug-in-Architektur weitaus weniger modular als geplant, einige Vue-Spezifika waren fest verbaut (statt modular) und bei zahlreichen Schnittstellen fehlte wohl die Trennschärfe. You und sein Team arbeiteten in der Folge an dem nun freigegebenen Vite.js 2.0 weiter. Hierfür hatte das Vite-Team die Plug-in-API so überarbeitet, dass es einige spezifischere Funktionalitäten entfernen oder auslagern konnte. Die Konfiguration ist außerdem wohl deutlicher nach Build- und Development-Server getrennt, die Performance gilt als verbessert und verschiedene kleinere Probleme sind behoben.

Vite (von französisch "vite" für schnell) soll sich nach der Vorstellung seines Entwicklerteams im JavaScript-Ökosystem vor allem mit Geschwindigkeit und Entwicklungskomfort durchsetzen. Als Development-Server und Build-Tool begleitet Vite JavaScript-Entwickler vom Erstellen des Projekts bis zum Release. Hierfür nutzt es die nativen ECMAScript-Module des Browsers und Werkzeuge wie esbuild zum Übersetzen von TypeScript in JavaScript. Die Einbindung von esbuild soll zu einem 10- bis 100-mal schnelleren Prebundling von Abhängigkeiten führen.

Mit Version 2.0 wird Vite als komplett Framework-agnostisch beschrieben, sämtliche Framework-spezifische Unterstützung wird an Plug-ins delegiert. So gibt es jetzt offizielle Vorlagen für Vue, React, Preact, LitElement, und die Integration von Svelte ist in der Mache.

Weitere Informationen finden sich in der Ankündigung zur Freigabe der Version 2.0. Wer tiefer in Vite einsteigen möchte, muss sich nur noch bis morgen gedulden, wenn auf heise Developer ein Artikel zum Werkzeug online geht.

(ane)